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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Sechstes Buch
XVI. Kapitel

146.

1. Das folgende fünfte Gebot handelt von der Ehre, die Vater und Mutter gebührt.1 Mit Vater aber und Herr meint er deutlich Gott.

2. Deshalb bezeichnet er auch diejenigen, die ihn erkannt haben, als Söhne und Götter.2 Herr und Vater ist also der Schöpfer aller Dinge, Mutter aber nicht, wie manche meinen, der Stoff, aus dem wir geschaffen worden sind, und auch nicht, wie andere gelehrt haben, die Kirche, sondern die göttliche Erkenntnis und die Weisheit, wie Salomon sagt, wenn er die Weisheit Mutter der Gerechten nennt.3 Und sie ist ihrer selbst wegen erstrebenswert. Und andererseits wird alles Schöne und Hehre von Gott her durch den Sohn erkannt.

3. Diesem Gebot folgt das Gebot über den Ehebruch.4 Ehebruch ist es aber, wenn jemand die kirchliche und wahre Erkenntnis und Auffassung von Gott verläßt und sich der nicht geziemenden falschen Meinung zuwendet, indem er irgend etwas Erschaffenes zu Gott macht oder ein Götzenbild aus etwas macht, was gar nicht existiert, und so die Erkenntnis überschreitet, ja vielmehr sich ganz von ihr trennt. Die falsche Ansicht ist aber für den Gnostiker etwas Fremdes wie die wahre etwas Vertrautes und Verwandtes.

1: Vgl. Ex 20,12.
2: Vgl. Ps 81,6.
3: Vgl. vielleicht Ekkli. 3,1 (Lat.); 24,17 (Glosse); Sprichw 24,69.
4: Vgl. Ex 20,13.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger