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Augustinus (354-430) - Fünfzehn Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
ACHTES BUCH. Zunächst wird gezeigt, daß in Gott eine Person nicht größer ist als drei zusammen, weit eine nicht mehr Wahrheits- und Seinsbesitz hat als drei. Dann wird dargetan, wie man die Natur Gottes aus dem Begriff des Guten und der Gerechtigkeit erkennt, zugleich woher diese Begriffe selbst ihren Ursprung haben. Zur wahren Erkenntnis Gottes führt die Liebe, In der Liebe offenbart sich zugleich eine Spur der göttlichen Dreieinigkeit.

10. Kapitel. In jeder Liebe findet sich eine Dreiheit, die eine Spur der göttlichen Dreieinigkeit ist.

14. Was ist aber die Liebe oder Zuneigung (dilectio vel caritas), welche die Heilige Schrift so sehr lobt und [S. 41] verkündet, anderes als die Liebe zum Guten? Die Liebe nun ist die Liebe eines Liebenden, und durch die Liebe wird etwas geliebt. Siehe, da sind drei: der Liebende, das Geliebte und die Liebe. Was ist also die Liebe anderes als eine Art Leben, welches zwei miteinander vereint oder zu vereinen trachtet, den Liebenden nämlich und das Geliebte? Das gilt auch von der äußeren und fleischlichen Liebe. Doch um aus einer reineren und klareren Quelle zu schöpfen, wollen wir das Fleisch hinter uns lassen und zur Seele aufsteigen. Was liebt die Seele im Freunde anderes als die Seele? Auch hier sind also drei: der Liebende, das Geliebte und die Liebe. Auch von hier aus müssen wir zuletzt weiter emporsteigen und nach dem Höheren suchen, soweit es Menschen gewährt wird. Doch soll sich hier unsere Aufmerksamkeit ein wenig Ruhe gönnen, nicht als ob sie glauben sollte, daß sie schon gefunden hat, was sie sucht, sondern wie man eine Stätte findet, an der man etwas suchen will. Es ist noch nichts gefunden, aber man hat doch schon die Stätte gefunden, an der man suchen kann. So möge das Gesagte genügen, auf daß wir das übrige gleichsam von einem neuen Anfang aus weiterspinnen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger