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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Sechstes Buch
IX. Kapitel

75.

1. Denn es ist unmöglich, daß jemand, der durch die Liebe einmal zur Vollendung gelangt ist1 und für alle Zeit und ohne je dessen überdrüssig zu werden, die nie [S. 288] stillbare Freude des Schauens genießen darf, sich noch an den geringen und irdischen Dingen ergötzen könnte.

2. Denn welcher vernünftige Anlaß, wieder zu den weltlichen Gütern zurückzukehren, könnte für den noch bestehen, der zu dem "unzugänglichen Licht"2 gelangt ist, wenn auch noch nicht der Zeit und dem Ort nach, so doch vermittelst jener gnostischen Liebe, deretwegen auch die Erbschaft und die vollständige Wiedereinsetzung erfolgt, indem der "Vergelter"3 durch Taten bestätigt, was der Gnostiker infolge seiner gnostischen Entscheidung durch die Liebe bereits vorausgenommen hat?

3. Ist es etwa nicht so, daß er, wenn er zu dem Herrn aus Liebe zu ihm abscheidet,4 mag auch seine leibliche Hütte5 noch auf der Erde zu sehen sein, zwar sich nicht selbst von dem Leben trennt (denn das ist ihm nicht erlaubt) aber doch seine Seele von dem Bereich der Leidenschaften abgetrennt hat (denn dies ist ihm gestattet) und nun wieder lebt, nachdem er seine Begierden getötet hat,6 und nicht mehr von seinem Körper abhängig ist, sondern ihm nur gestattet, das Notwendige zu gebrauchen, damit er ihm nicht den Anlaß zur Auflösung gebe?

1: Vgl. Henr 6,4.
2: Vgl. 1Tim 6,16.
3: Vgl. Hebr 11,6.
4: Vgl. 1Kor 5,8.
5: Vgl. ebd. 5,1.4.
6: Vgl. Kol 3,5.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger