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Dr. Valentin Gröne, Hippolytus’ des Presbyters und Märtyrers, Buch über Christus und den Antichrist. In: Tatian's, des Kirchenschriftstellers, Rede an die Griechen / übers. und mit Einl. vers. von Valentin Gröne. (Bibliothek der Kirchenväter, 1 Serie, Band 28) Kempten, 1872.
Hippolytus’ des Presbyters und Märtyrers, Buch über Christus und den Antichrist

3. Hauptinhalt der Schrift Christus und der Antichrist.

In derselben lassen sich acht größere Abschnitte unterscheiden.

[S. 10] I. Kap. 1—4 bilden die Einleitung. An der Hand der Schrift verspricht Hippolytus seinem Freunde Theophilus, das schwere Problem über die letzten Ereignisse vor dem Weltende zu seiner Belehrung und Erbauung, wie zur Beschämung der Gegner des Christenthums zu lösen, und fügt zugleich die Ermahnung hinzu, sie nur den frommen Gläubigen und nicht Gottlosen und Ungläubigen mitzutheilen. 1. Die Geheimnisse, um die es sich handelt, haben durch Vermittlung und Erleuchtung des Logos die Propheten mitgetheilt, und Sache des christlichen Lehrers ist nun, ihre Mittheilungen zu erläutern, nicht aber neue an ihre Stelle zu setzen. Aber dazu ist für die Lehrer sowohl wie für den Lernenden das Gebet nothwendig. 2. Zu Propheten wählte Gott, ohne Ansehen der Person, nur heilige und fromme Männer, wie er denn auch alle Menschen ohne Ausnahme zu sich berufen hat. 3. Die ganze Wirksamkeit des Logos in den Propheten gleicht dem complicirten Geschäfte des Webens. 4.

II. Dieser Abschnitt handelt von Kapitel 5—26 von dem Antichrist und zeigt, wie derselbe in allem seinen Thun und Treiben ein Zerrbild Christi ist. Zunächst wird kurz angegeben, welche Eigenschaften die heiligen Schriften dem Antichrist beilegen. 5. Sie bezeichnen ihn als Löwe, Lamm und Mensch und selbst als Wiederhersteller des Tempels zu Jerusalem. 6. Alles Dieses haben sie auch von Christus verkündigt, nachgewiesen, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13. Wie Christus aus dem Stamme Juda, so der Antichrist aus dem Stamme Dan. 14. Er wird sich als König und Tyrann zeigen. 15. Schilderungen seines Hochmuths und seiner Selbstüberhebung trotz seiner Nichtigkeit 16, 17, 18, 19, 20, nach den Aussprüchen der Propheten Isaias, Ezechiel und Daniel. Er wird von Christus gestürzt, 21, dessen Macht und Königthum ewig ist, 22. So wie das Reich Nabuchodonosors und die auf dasselbe folgenden Reiche der Meder, Perser und Griechen eines durch das andere zertrümmert ist, 21, 22, 23, 24, so wird auch das vom Antichrist wieder erneuerte Römerreich mit diesem von Christus vernichtet werden, 25, 26.

[S. 11] III. In diesem Abschnitte sucht Hippolytus nachzuweisen, unter welchen Zeitverhältnissen die vorerwähnten Ereignisse eintreten werden, da aus dem, was bereits eingetroffen ist, an ihrem wirklichen Eintreten nicht gezweifelt werden kann. Die Zeit ist gekommen, wenn die zehn Zehen der Statue Nabuchodonosors in ebenso viele Demokratien übergegangen sein werden, 27. Nachdem Hippolytus dann nochmal die Bedeutung der einzelnen Glieder der Statue dargelegt, 28, spricht er seine Furcht aus, über Dinge sich mit Zuversicht zu erklären, welche die Propheten selbst unter Räthseln und Geheimnissen vorgetragen, 29. Aber wie die Prophezien von Isaias über Jerusalem erfüllt worden, 30, sowie die von Jeremias, Daniel und Johannes, 31, und besonders das, was Daniel über das babylonische und die ihm folgenden Reiche vorherverkündigt hat, 32, so wird auch das, was über das Römerreich, das Reich des Eisens geweissagt ist, seiner Zeit eintreffen, 33, und es wird fallen wie das alte Babylon, dem es in Allem ähnlich, 34, 35.

IV. Nachweis aus der Offenbarung, daß Rom in Allem dem alten Babylon ähnlich ist, 36–41. Es ist wie dieses der Sitz aller Laster und ein Verfolger der Wahrheit, 36, es gleicht einem Thiere mit sieben Köpfen und zehn Hörnern, 37, es wird mit dem Lamm Krieg führen, aber besiegt werden, 38, trotzdem ihm die Könige unterthan sind, 39, und trotz seiner Macht wird es fallen mit allen denen, die an seinen Lastern Theil genommen, 40, und zum Leidwesen aller Jener, die aus seiner Üppigkeit Nutzen zogen, 41.

V. In diesem Abschnitte von 42–47 werden die Ereignisse geschildert, die dem Antichrist und dem Weltende vorhergehen. Freude der Gerechten über das endliche Gericht und den Sturz der lasterhaften Stadt, 42. Das Gericht tritt ein in der letzten Jahrwoche oder den letzten sieben Jahren der Welt. In der ersten Hälfte derselben erscheinen Henoch und Elias, um die Menschen zur Buße zu ermahnen, 43. Sie sind die Vorläufer der glänzenden und mächtigen Parusie des Erlösers, wie Johannes schon vom Mutter-Schooße aus dem leidenden Heiland vorlief, 44, und dann auch [S. 12] in der Unterwelt die Ankunft des Herrn verkündigte, 45. Henoch und Elias werden als Vorboten der mächtigen Parusie des Herrn auch große Zeichen und Wunder thun zum Unterschiede von Johannes, der keine Wunder gewirkt hat, 46; sie werden aber nach Vollendung ihres Berufes vom Antichrist getödtet werden, 47.

VI. Von 48—49 zeigt Hippolytus den Namen, das Auftreten und Wirken des Antichrist, Zeichen und Namen des Antichrist, 48. Er wird, ein zweiter Augustus, das gestürzte Römerreich mit dem Götzendienste wieder herzustellen suchen unter den härtesten Verfolgungen der Gläubigen, die er, wie Antiochus die Juden, auf alle Art zum Abfall zu bewegen sucht, 49. Bedeutung der Zahl 666; auf den Namen eines Menschen übertragen gibt sie Euanthes, Teitan und Lateinus. Daß unter dem letzten Namen die Römer zu verstehen seien, möchte er nicht mit Gewißheit behaupten, 50. Die Nachkommen Moabs und Ammons werden sich zuerst mit dem Antichrist, der im östlichen Asien seine Herrschaft beginnen wird, verbinden, 51. Dann wird er Afrika und Kleinasien unterwerfen, 52, und aufgebläht über den Sieg sich zum Gott machen, 53. Darauf wird er die Juden aus allen Ländern versammeln unter dem Versprechen, ihr Reich wiederherzustellen, und sich von ihnen als Gott verehren lassen, 54. Sein Treiben ist trügerisch und listig, wie das des Rebhuhns, 55. Seine Anhänger werden ihn indeß immer mehr zur Verfolgung der Christen antreiben, 56. Der Antichrist gleicht dem ungerechten Richter im Evangelium und der armen Wittwe das von Gott verlassene Jerusalem, 57. Das jüdische Volk ist dem Antichrist überliefert, weil es Christus und seine Apostel nicht anerkennen wollte; es haßt die Christen aufs Ärgste.

VII. Kapitel 59—61 handelt von dem Schicksale und den Verfolgungen der Kirche unter der Herrschaft des Antichrist.Vortrefflicher Vergleich der Kirche mit einem Schiffe auf dem Meere, 59. Die Verfolgung der Kirche von dem Antichrist hat Johannes in der geheimen Offenbarung [S. 13] vorhergesagt in dem Gesichte des Weibes, das gebären soll, und dem Drachen, 60. Auslegung des Gesichts, 61.

VIII. Weltende und letztes Gericht, 62–67.
Das Weltende kommt plötzlich und unter großen Schrecknissen, 62. Ihm geht der Glaubensabfall vorher und der Sturz des Antichrist, 63. Darauf folgt der Weltbrand und die Parusie Christi in Macht und Herrlichkeit, 64, und dieser die Auferstehung und das Gericht über die Guten und Bösen, 65. Die lebenden Frommen werden ohne Tod mit dem Herrn in die Herrlichkeit eingehen, 66. Den Schluß bildet eine Ermahnung an Theophilus, in Erwartung und der seligen Hoffnung auf diese Ereignisse sich eines tadellosen Wandels zu befleißigen.

 

 

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Einleitung zu:
Das Buch über Christus und den Antichrist (De Christo et Antichristo) (Hippolytus von Rom († um 235))

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger