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Basilius von Cäsarea († 379) - Ausgewählte Briefe
LX. (Mauriner-Ausgabe Nr. 203)

4.

Nein, ehrwürdigste Brüder, laßt das Euch nicht nachtragen, vielmehr tröstet uns ob des Vergangenen [S. 219] durch friedfertige Briefe und liebevolle Grüße, und lindert gleichsam mit weichem Streicheln die Wunde, die Ihr mit Eurer bisherigen Interesselosigkeit unserm Herzen geschlagen habt. Wollt Ihr aber selbst zu uns kommen und persönlich unsere Gebrechen untersuchen, um zu sehen, ob es sich wirklich so verhält, wie man Euch sagt, oder ob unsere Vergehen in lügenhafter Aufbauschung Euch schwerer geschildert werden, so geschehe auch das! Wir sind bereit, Euch bei Eurer Ankunft mit offenen Armen aufzunehmen und uns zu einer genauen Prüfung zu stellen; nur muß bei der Sache die Liebe Führerin sein. Oder wollt Ihr von Euch aus einen Ort bestimmen, wo wir uns einfinden, Euch den schuldigen Besuch abstatten und die erwünschte Gelegenheit zu einer Untersuchung bieten sollen, daß die Vergangenheit geheilt würde und für die Zukunft Verleumdungen kein Raum mehr bliebe, so geschehe auch das! Jedenfalls sind wir, auch wenn wir ein schwaches Fleisch mit uns herumtragen, solange wir atmen, verpflichtet, alles zu tun zur Erbauung der Kirchen Christi. Verschmäht also diese unsere Bitte nicht, und versetzt uns nicht in die Notwendigkeit, auch andern unser Leid zu klagen! Denn bis zur Stunde, wißt es wohl, Brüder, tragen wir den Schmerz in unserer Brust, weil wir uns schämen, Euere Interesselosigkeit an uns denen mitzuteilen, die aus weiter Ferne mit uns in Verbindung stehen; wir wollen doch nicht auch sie betrüben und unsern Hassern Freude machen.

Das schrieb ich jetzt allein, übersende aber das Schreiben in der Intention aller Brüder in Kappadozien, die mich auch gebeten haben, nicht dem nächsten besten Manne die Übermittlung des Briefes anzuvertrauen, sondern einem Manne, der in der Lage sein wird, das, was wir im Briefe aus Furcht vor allzu großer Weitschweifigkeit weggelassen haben, ergänzend mitzuteilen — kraft eigener Einsicht, die er der Gnade Gottes dankt. Wir meinen nämlich unsern geliebtesten und gewissenhaftesten Bruder und Mitpriester Petrus; ihn nehmt in Liebe auf und sendet ihn uns zurück im Frieden — als Boten guter Dinge!

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger