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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Fünftes Buch
XIV. Kapitel

119.

1. Und nachdem der Geist durch Jesaias gerufen hatte: "Was soll mir die Menge der Opfer? spricht der Herr. Satt bin ich des Brandopfers von Widdern, und das Fett der Lämmer und das Blut der Stiere will ich nicht",1 und nach kurzem hinzugefügt hatte: "Waschet euch, werdet rein, entfernt die Bosheiten von euren Seelen!"2 und was darauf folgt,

2. schreibt der Lustspieldichter Menandros wörtlich so:
"Wenn jemand als ein Opfer darbringt, Pamphilos,
Der Stiere oder Böcke Menge oder auch -
Bei Zeus! - noch andres derart oder Handarbeit,
Indem er selber Gold-und Purpurkleider macht,
Und Tierchen auch aus Elfenbein und aus Smaragd
Und dadurch zu gewinnen glaubt des Gottes Gunst,
So irrt er sich und zeigt, wie leichten Sinns er ist.
Der Mensch muß vielmehr sittlich gut und ehrbar sein,
Nicht stehlen und nicht morden wegen schnöden Gelds.
Begehr' selbst keinen Faden an der Nadel, Freund!
Denn Gott ist nah zugegen, und er sieht dich stets."3

3. "Ich bin ein Gott, der nahe ist, und nicht ein Gott, der ferne ist. Könnte ein Mensch etwas im Verborgenen tun, und ich sollte ihn nicht sehen?"4 sagt er durch Jeremias.

1: Jes 1,11.
2: Ebd. 1,16.
3: Menandros Pseudepigr. Fr. 1130 Kock CAF III p. 272; bei Pseudo-Justinus, de mon. 4 sind die Verse dem Philemon zugeschrieben.
4: Jer 23,23 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger