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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Fünftes Buch
XIV. Kapitel

103.

1. Und wenn er sagt: "Zu dem König des Weltalls steht alles in Beziehung, und alles ist seinetwegen da, und das ist die Ursache alles Schönen, das Zweite steht in Beziehung zum Zweiten und das Dritte zum Dritten",1 so fasse ich wenigstens diese Worte nicht anders auf, als daß mit ihnen auf die Heilige Dreieinigkeit hingewiesen wird; das Dritte ist nämlich der Heilige Geist, der Sohn das Zweite, durch den entsprechend dem Willen des Vaters "alles geschaffen wurde".2

2. Der nämliche erwähnt im zehnten Buche des Staates den Er, den Sohn des Armenios, dem Geschlecht nach einen Pamphylier,3 der Zoroastres ist.

3. Denn Zoroastres selbst schreibt: "Die habe ich, Zoroastres der Sohn des Armenios, dem Geschlecht nach ein Pamphylier, aufgeschrieben, nachdem ich im Krieg gefallen war, nämlich alles, was ich während meines Aufenthaltes im Hades von den Göttern erfuhr."4

4. Von diesem Zoroastres [S. 207] also sagt Platon, er sei, als er am zwölften Tage nach seinem Tode auf dem Scheiterhaufen lag, wieder lebendig geworden.5 Vielleicht deutet er damit auf die Auferstehung hin, vielleicht aber auch darauf, daß über die zwölf Sternbilder des Tierkreises die Seelen den Weg zur Aufnahme (in den Himmel) nehmen müssen; er selbst sagt aber, daß auch zur Geburt der gleiche Weg hinab zurückgelegt werden müsse.6

5. In diesem Sinne ist auch aufzufassen, daß die Arbeiten des Herakles zwölf der Zahl nach waren, nach denen die Seele die Befreiung von dieser ganzen Welt erlangt.

6. Ich will auch den Empedokles nicht unerwähnt lassen, der so ganz vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus der Wiederherstellung aller Dinge gedenkt, in dem Sinn, daß einst die Verwandlung in das Element des Feuers eintreten werde.7

1: Platon, Brief II p. 312 E.
2: Vgl. Joh 1,3.
3: Vgl. Platon, Staat X p. 614 B.
4: Die Herkunft dieser Stelle ist unbekannt.
5: Vgl. Platon, Staat X p. 614 B.
6: Vgl. vielleicht ebd. p. 621 B.
7: Vgl. Diels, Poet. philos. fragm. p. 91 ff.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger