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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Fünftes Buch
XIV. Kapitel

102.

1. Und Demokritos schreibt: "Unter den Strahlen der Sonne,1 um diesen Ausdruck zu verwenden, gibt es einige wenige Menschen, die ihre Hände dorthin erheben, wo sich das von uns Griechen Luft genannte Element befindet, und dazu sagen: 'Alles denkt sich Zeus aus und alles weiß er und alles gibt und nimmt er, und er ist König des Weltalls.'"2

2. Geheimnisvoller noch lehrt der Boiotier Pindaros, da er ein Pythagoreer war:
"Eines ist der Menschen,
Eines der Götter Geschlecht, und von einer Mutter
Haben wir beide den Lebensatem",3
von dem Stoffe4 nämlich; und einen lehrt er als Schöpfer von diesem allen, den er "kunstreichen Werkmeister und [S. 206] Vater"5 nennt, ihn, der auch entsprechend dem Verdienste die Möglichkeiten des Aufstiegs zur Gottheit gegeben hat.

3. Denn von Platon will ich schweigen. Dieser weist, da er irgendwie von den hebräischen Schriften beeinflußt ist, in seinem Brief an Erastos und Koriskos geradezu auf den Vater und den Sohn hin, wenn er wörtlich so ermahnt:

4. "Indem ihr mit nicht ungelehrtem Ernst und dem ihm als Bruder gegenüberstehenden Scherz6 als Zeugen anruft den Gott, den Urheber aller Dinge, und den Vater und Herrn des Lenkers und Urhebers als Zeugen anruft, den ihr, wenn ihr in richtiger Weise Philosophie treibt, erkennen werdet."7

5. Und die Rede im Timaios nennt den Weltschöpfer Vater, indem sie sich ungefähr so ausdrückt: "Götter der Götter, deren Vater ich bin und der Wirker ihrer Taten."8

1: Ich lese mit Münzel (xxx) statt (xxx)
2: Demokritos Fr. 30 Diels, Vorsokr. 5. Aufl. II 151,11; vgl. Protr. 68,5.
3: Pindaros, Nemeen 6,1 f.
4: Etwas anders bei Hesiodos, Theogonie 44-50, wo Gaia die Mutter der Götter und Menschen ist.
5: Pindaros Fr. 57 Schroeder; vgl. Protr. 98,3.
6: Mit Platon ist (xxx) (Scherz) statt (xxx) (Bildung) zu lesen; (xxx) und (xxx) stehen sich auch Gastmahl p. 197 E; Gesetze VI p. 769 A; VII p. 803 C; Philebos p. 30 E gegenüber; vgl. auch Fr. Novotny, Platonis epistulae, Brno 1930, S. 136.
7: Platon, Brief VI p. 323 D; die Stelle ist auch bei Origines, Gegen Celsus VI 8 (Übersetzung 3. Band S. 105) und bei Eusebios, Praep. Evang. XI 16,2 f. angeführt.
8: Platon, Timaios p. 41 A. Clemens scheint (xxx) auf das vorhergehende (xxx) zu beziehen, während es zu dem folgenden (xxx) gehört.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger