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Basilius von Cäsarea († 379) - Ausgewählte Briefe
XXVIII. (Mauriner-Ausgabe Nr. 69)

1.

Die Meinung, die wir seit langem von Deiner Ehrwürden gewonnen haben, befestigt sich immer mehr mit der Zeit; ja sie wächst mit jedem neuen (Einzel-) Geschehnis. Denn die meisten andern begnügten sich damit, für ihren eigenen Sprengel zu sorgen. Dir aber [S. 118] genügt das nicht, sondern Du trägst für alle Kirchen dieselbe Sorge, wie für die, welche Dir von unserm gemeinsamen Herrn anvertraut wurde. Du versäumst ja keine Gelegenheit, zu besprechen, zu mahnen, zu schreiben und jedesmal Leute zu schicken, welche die besten Ratschläge erteilen. So haben wir auch jetzt den sehr ehrwürdigen Bruder Petrus1, den Du aus der heiligen Zahl Deines Klerus abgesandt hast, mit großer Freude aufgenommen und (dankbar) angenommen den guten Zweck seiner Reise, den er nach den Weisungen Deiner Ehrwürden dadurch zum Ausdruck bringt, daß er die Gegensätze ausgleicht, das Getrennte vereint. Willens, auch unsererseits etwas zu diesem Ziel und Streben beizusteuern, glaubten wir der Sache den besten Anfang zu geben, wenn wir gleichsam das Haupt aller (Kirchen), Deine Vollkommenheit, angingen und in der Angelegenheit uns an Deinen Rat und Deine Führung hielten. Daher schicke ich auch den Bruder Dorotheus, einen Diakon der Kirche des hochwürdigsten Bischofs Meletius, einen Mann voll des guten Eifers für den rechten Glauben und voll Sehnsucht, den Frieden der Kirchen zu sehen, zu Deiner Gottesfurcht, damit er sein Vorhaben anfasse — folgsam Deinen Vorschlägen, die Du, durch Zeit und Erfahrung gereift und dank der Dir vom Hl. Geiste mehr als andern verliehenen Gabe des Rates, verläßlicher machen kannst. Ihn wirst Du sicher freundlich aufnehmen und mit friedlichem Auge ansehen, ihn stärken mit der Hilfe Deines Gebetes und für die Reise mit Briefen versehen, ihm auch noch einige treffliche Männer von dort mitgeben und ihm so zu seinem Ziele den Weg weisen. Es schien uns auch angezeigt, dem Bischofe von Rom zu schreiben, er möge auf die hiesigen Verhältnisse sein Augenmerk richten und einen Vorschlag machen, damit er bei der Schwierigkeit, die es hat, von dort aus erst auf einen gemeinsamen synodalen Beschluß hin eine Abordnung zu senden, selbst die Sache in die Hand nehme und Männer wähle, die in der Lage sind, die Beschwerden der Reise auf sich zu nehmen, und geeignet, mit Sanftmut und Energie die Verkehrten bei [S. 119] uns zurechtzuweisen, die geschickt und praktisch zu reden wissen und alles bei sich haben, was nach dem Konzil von Rimini verhandelt wurde, um das aufzuheben, was dort unter dem Druck der Gewalt geschehen ist. Auch sollen sie ohne Jemandes Wissen unauffällig auf dem Seewege hierher kommen, damit die Feinde des Friedens davon nicht zu früh Kenntnis bekommen.

1: Vermutlich der Nachfolger des Athanasius in Alexandrien.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger