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Märtyrerakten - Ausgewählte Akten persischer Märtyrer
4. Marta, die Tochter des Pûsai

2.

Der Môpêt sprach: „Jetzt höre mich, verhärte dich nicht, bleibe nicht hartnäckig stehen und wirke nicht in allem deinen bösen Willen. Nachdem du nicht einwilligst, deine Religion zu verlassen, so tue wie du willst. Nur eines tue und du sollst leben und nicht sterben. Sieh, du bist ein junges Mädchen, schön von Ansehen. Nimm einen Mann, heirate, zeuge Söhne und Töchter und verharre nicht in diesem häßlichen Namen des Bundes." Marta, die weise Jungfrau, sprach: „Befiehlt das Naturgesetz, daß, wenn eine Jungfrau einen Bräutigam hat, ein anderer komme, sie ergreife (?) und die Braut des anderen raube, oder daß die Jungfrau sich zur Ehe gebe einem, der nicht ihr Bräutigam ist?" Der Môpêt sprach: „Nein." Marta, die Braut Christi, [S. 79] sprach: „Wie befiehlt dann deine Macht mir, einer Braut, einen anderen Mann zu nehmen, dem ich nicht verlobt bin?" Der Môpêt sprach: „Bist du wirklich verlobt?" — Die selige Marta sprach: „Gewiß bin ich verlobt." Der Môpêt sprach: „Wem?" Die herrliche Marta sprach: „Kennt ihn deine Macht nicht?" Der Môpêt sprach: „Wo ist er?" Die im Herrn weise antwortete: „Eine lange Reise hat er als Kaufmann angetreten; aber er ist nahe und wird bald kommen." Der Môpêt sprach: „Wie ist sein Name?" Die selige Marta sprach: „Jesus ist sein Name." Und da sie der Môpêt noch nicht verstand, sprach er: „In welches Land ist er gegangen und in welcher Stadt ist er?" Die kluge Marta sprach: „In den Himmel ist er gegangen und in Jerusalem, der Stadt in der Höhe, ist er." Nun merkte der Môpêt, daß sie von unserem Herrn Jesus Christus sprach und sagte: „Habe ich es nicht zuvor gesagt, daß das ein hartes, ungehorsames Volk ist? Sieh, ich will deine Gestalt mit Blut besudeln und dann soll dein Bräutigam kommen und dich finden und zum Weibe nehmen, da du Kot und Asche geworden bist." Die geistesmutige Marta sprach: „Gewiß, wenn er in Herrlichkeit auf dem Wolkenwagen kommt und mit ihm die Engel und Kräfte des Himmels und alles, was zum Hochzeitsmahle gehört, reinigt er die Leiber seiner Bräute vom Staube, wäscht sie mit himmlischem Tau, salbt sie mit dem Öl der Freude, bekleidet sie mit dem Kleide der Gerechtigkeit, welches heiteres Licht ist, steckt ihnen als Ring an die Wahrheit seiner Gnade, setzt ihnen auf das Haupt die Krone der Anmut, welche unvergängliche Herrlichkeit ist, setzt sie auf seinen herrlichen Wolkenwagen, erhebt sie in die Luft und führt sie in sein himmlisches Brautgemach, das bereitet ist in einem nicht von Händen gemachten Hause, erbaut in Jerusalem, der freien Stadt in der Höhe."

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger