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Märtyrerakten - Ausgewählte Akten persischer Märtyrer
2. Mâr Simon und Genossen

18.

[S. 27] Als der König das gehört, sprach er: „Mit mir rede, Simon; denn ich bin dein Herr. Laß deine Genossen. Nicht dazu wurdest du vor mich gerufen, um mit deinen Genossen zu reden, sondern um auf meine Frage zu antworten." Da adorierte Simon und sprach: „Mein Herr, der König, rede mit seinem Knechte, was er will." Der König sprach: „Viel sind die Kriege und schwer die Kämpfe; ihr aber, die ihr durch euren Glauben meine Feinde seid, wohnt in Ruhe. Jedoch gehorche meinem Befehl, du und dein Volk; nimm und gib von deinem Volke doppeltes Kopfgeld und sei frei und geh in Frieden in dein Haus." Simon antwortete: „Unsere Leiber sind deiner Majestät dienstbar; unsere Häuser und all unsere Habe ist dein, o König. Denn wir haben nichts in diesem Lande der Trübsal. Mein Herr, der König, befehle, wenn es ihm gefällt, sie zu nehmen. Denn ich sage die Wahrheit: Ich zwinge mein Volk nicht und die Steuer für seinen Glauben erpresse ich nicht, auch wenn deine starke Majestät befiehlt, mir die Haut vom Leibe zu ziehen. Denn besser ist mir, der leiblichen Haut entkleidet zu werden, als das Kleid des Armen zu nehmen und die Befreiten des Herrn zu bedrängen." Der König sprach: „Ich will also die Steuer aufgeben und dir etwas deinem Leben Nützliches raten." Simon antwortete: „Gewiß, alles, was meinem Leben nützlich ist, möge mir deine Majestät befehlen, auch wenn ich sterben muß; nicht lasse ich dein Wort zu Boden fallen." Der König sprach: „Morgen tue, was ich dir befehle. Denn nicht gefällt es mir, dich zu töten, da du ein weiser und erleuchteter Mann bist, wie ich dir schon oft früher gesagt. Jetzt höre meinen Rat, gehorche meinem Befehl und sei nicht hartnäckig, sondern erfülle sofort meinen Willen und bete Sonne und Feuer an." Der mutige, seinen Herrn liebende Simon antwortete: „Ist das der meinem Leben nützliche Rat, den du mir, Herr, König, versprachst? Dieser Befehl ist meinem Leben schädlich, nicht nützlich." Der König sprach: „Nutzt dir dieser Rat nicht?" Simon sprach: „Bei meinem Gott, der deine Majestät groß gemacht, schwöre ich: kein Rat ist mir schädlicher als dieser." Der König sprach: „Ich lobte dich als einen Weisen; jetzt erscheinst [S. 28] du mir als gegen meinen Befehl streitender Tor. Denn Sache von Toren ist es, gegen meinen, der Götter, Befehl zu streiten."

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger