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Dr. Oskar Braun, Einleitung und Namensverzeichnis. In: Ausgewählte Akten persischer Märtyrer : mit einem Anhang: Ostsyrisches Mönchsleben / aus dem Syrischen übers. von Oskar Braun. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 22) Kempten; München : J. Kösel, 1915.
Einleitung und Namensverzeichnis

Namensverzeichnis1

[S. 278] - Arzûn, ' Ἀρξανηνή, armenischer Kanton und Stadt zwischen dem oberen Tigris und Muradfluß, von Jovian im Jahre 363 an Schâpûr II. wieder abgetreten. Kirchlich zu Nisibis gehörend.

- Beh Schâpûr s. Bêt Lâpat.

- Bêt' Arabâjê, arm. Arvastan, das obere Mesopotamien, zwischen Mosul, Tigris und Habur; Hauptstadt Nisibis.

- Bêt Aramâjê, „Aramäerland", pers. übersetzt: Sûristân, arm. Sawâd, das eigentliche Mesopotamien mit den Reichshaupt,,städten" Seleucia-Ktesiphon.

- Bêt Dârâjê, arm. Bedreh, etwa 150 km. östlich von Bagdad.

- Bêt Garmai, Ταραμάια, pers. Garmakan, arm. Bâdscharmâ, Provinz zwischen Tigris, kleinem Zab, Hamringebirge und Dijala. Die christliche Familie Jazdin war hier begütert. Hauplstadt: Karkâ de Bêt Slôk.

- Bêt Hûzâjê, pers. Hûzistân, arm. Ahwâz, Susiana; das Gebiet nördlich des persischen Meeres mit der Hauptstadt Bêt Lâpat.

- Bêt Lâpat, syr. Name des von Schâpûr II. erbauten Weh Antijôk-i Schahpuhr, „Gut Antiochien Schâpûrs". Wie schon der Name besagt, war es hauptsächlich von antiochenischen Gefangenen besiedelt. Daraus später Gunde Schâpûr. Die Ruinen bei Schahabad. Bereits im Jahre 410 Sitz eines Metropoliten.

- (Bet) Nûhadrâ, Landschaft am linken Tigrisufer von Eski Mosul aufwärts bis zum linken Chaborufer. Hoffmann, S. 208 ff.

- Bêt Rastak in der Diözese Margâ. Die Schule, die auch [S. 279] sonst genannt wird, wurde zu Anfang des achten Jahrhunderts von Bâbai dem Musiker erneuert. Vgl. S. 125.

- Bêt Zabdai, Ζαβδικηνή, Landschaft am rechten, oberen Tigrisufer; von Jovian im Jahre 363 wieder abgetreten. Die gleichnamige Hauptstadt, auch Fenek, Phoenica genannt, lag zunächst dem jetzigen Dschesiret ibn Omar.

- Hdajab, Adjabene, Landschaft zwischen den beiden Zab, das eigentliche Assyrien mit der Metropole Arbel. Die unvollständig erhaltene Geschichte der Metropoliten von H. des Meschîchâ-zekâ veröffentlichte Mingana, Sources syriaques I. (Mosul 1908), S. 1 ff.

- Hir(t)â, Hauptstadt des arabischen Vasallenstaates der Lahmiden. Ruinen bei Kufa, südöstl. von Meschhed Ali. Bereits im Jahre 410 als Bischofssitz genannt.

- Karkâ de Bêt Slôk, Metropole von Bêt Garmai, das jetzige Kerkuk. Die dortige Kirche des Tahmjezdegerd (vgl. S. 187) beschrieben von Bell, Zeitschr. f. Geschichte der Architektur, Beiheft 9, S. 44 ff. u. Taf. 24—27.

- Karkâ de Lêdan, von Schâpûr II. in Bêt Hûzâjê gegründete Stadt, oberhalb Susa bei den Ruinen von Jwan-i Kerch gelegen.

- Kaschkar, arm. Wâsit, in Bêt Aramâjê. Der dortige Bischof wird schon im Jahre 410 „die rechte Hand und Gehilfe des Großmetropoliten und nach dessen Tode Vikar" genannt (Synhados, S. 29). Er war auch der Konsekrator der neugewählten Patriarchen.

- Kôkê, eine der „Städte". Nach Eutrop, IX, 18 eroberte Carus im Jahre 284 Coche und Ktesiphon. Nach Gregor von Nazianz, or. II, 10 contra Julianum wird Ktesiphon durch das jenseits des Tigris gelegene noch stärkere φρούριον κώχη geschützt, wozu paßt, wenn oben S. 266 K. Zitadelle genannt wird. Daraus erklärt sich, daß K. bereits von Mâre, dem angeblichen Apostel Mesopotamiens, zum apostolischen Stuhl erhoben worden sein soll. Jedenfalls hatte bar Sabbâ'e hier bereits seine Kathedrale (vgl. S. 18).

[S. 280] - Mabraktâ, eine der „Städte", einen Sabbatweg von Mâhôzâ entfernt und wie alle diese „Städte" von zahlreichen Juden bewohnt (vgl. Neubauer, Geogr. du Talmud, S. 356 ff.). Hier befand sich die Kirche des hl. Sergius, in der Gîwargîs begraben wurde, vgl. S. 274,

- Mahôzâ, arm. mahâzu, zunächst befestigte Stadt überhaupt, darum in Verbindung mit verschiedenen Städtenamen gebraucht. Speziell eine der „Städte" an der Mündung des Nahar Malkâ in den Tigris mit Kôkê als Zitadelle. Der Plural Mâhôzê (de malkâ), gleich arab. Madâin, faßt dann den ganzen Komplex der Königsstädte, besonders Seleucia-Ktesiphon, zusammen.

- (Mâhôzê) hedattâ, „Neustadt", von Kosrav I. südlich von Seleucia-Ktesiphon nach dem Muster von Antiochien erbaut.

- Maischân, Μεσηνή, das Mündungsgebiet des vereinigten Euphrat und Tigris.

- Margâ, „Wiese", Landschaft zwischen Tigris und dem einmündenden großen Zab.

- Prât de Maischân, offiziell Bahmân Ardaschîr, Hauptstadt von Maischân, das jetzige Basra.

- Schadbûr = Schâd-i Schâpûr, „Schâpûrs Freude", der von Schâpûr II. der Stadt Remâ in Maischân gegebene Name.

1: Siehe oben S. XX.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger