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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über die Auferweckung des Lazarus (Joh. 11, 43.)

4.

Der Sohn, der die Toten auferweckt, wurde vom Allerhöchsten gesandt, um dem Menschengeschlechte die Auferstehung am Jüngsten Tage zu verkündigen. Der starke Sohn Adonais kam zum schwachen Geschlechte Adams, um es durch das Leben, das er den Begrabenen verkündete, vom Falle aufzurichten. Der Sohn des Reiches ward gesandt, die Stadt des Todes zu bezwingen, und er stieg hinab, um in ihr sein Banner zum Zeichen seines Sieges aufzustellen. Durch die zwölf Heerführer, die er sich auserwählte, damit sie mit ihm ziehen sollten, unterwarf er die Stadt der Finsternis, die sich durch ihre Größe auszeichnete. Am toten, verwesenden Lazarus wollte er seine Macht zeigen, damit er die Totenerweckung durch die Tat bestätige und sie nicht bloß mit Worten predige. Nicht einen von den Entfernten oder einen aus den früheren Geschlechtern erweckte er, damit nicht die Anwesenden zweifelnd fragen könnten: „Wer ist denn dieser? Woher stammt er?“ Denn hätte er den Seth oder den Enos oder den Adam selbst auferweckt, so wäre dessen Auferweckung zweifelhaft gewesen, da ja niemand diese gekannt hätte. Darum erweckte er einen Toten der gleichen Generation, von dem bekannt war, wessen Sohn er sei, damit gerade diejenigen, die ihn begraben hatten, die klassischen 1 Zeugen für seine Auferweckung abgeben würden.

1: wörtlich: die richtigen Zeugen. Lies: kînê statt knîšê.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger