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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

46.

Im Vergleiche zur Buße der Niniviten habe ich unsere Buße einen Schatten genannt. Der wahre Büßer fürchtet sich auch mitten im tiefsten Frieden. Wenn er sich auch einige Hoffnung macht, so erinnert er sich doch immer an seine Züchtigung. Ein Knecht, den sein Herr geschlagen hat, vergißt an keinem Tage seine Schläge. Einen Augenblick fürchtet sich jedermann; ist aber der Zorn [Gottes] vorüber, denkt man nicht mehr daran. Am Anfang des Strafgerichts tut man Buße; allein am Ende desselben empört man sich wieder, wie jemand, der sicher erwartet, daß kein Unheil mehr kommen werde, oder der sich eingeredet hat, der Allerhöchste werde die Sünden nicht mehr bestrafen. Die Niniviten aber bekehrten sich damals von ganzem Herzen. Es dankte ihm die ganze Stadt, die Tag für Tag in ihrer ganzen Ausdehnung gebebt hatte; es benedeite ihn die ganze Stadt, die wie ein Schiff hin und her geschleudert worden war. Es dankten ihm die vernünftigen und die unvernünftigen Wesen, die Menschen und die Tiere. In ihrer Herzensfreude wurden weiße Kleider anstatt der Bußsäcke herbeigeschafft. Gebenedeit sei Er, der die Gerechten liebt und der in Assyrien viele zu Büßern gemacht hat!

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger