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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

41.

Dort herrschte auch die Habsucht und ihre Freundin, die Bedrückung; dort herrschte die Schwelgerei und ihre Schwester, die Trunksucht; dort herrschte auch die Schamlosigkeit und ihre Gefährtin, die Unzucht; dort herrschte die Betrügerei und ihre Verwandte, die Dieberei; dort herrschte die Zauberei und ihre Vertraute, die Magie; dort herrschte die Sterndeuterei und ihre Anhängerin, die Wahrsagerei; dort herrschte öffentliche Gottlosigkeit und ihre Genossin, die heimliche Sünde. Sie sahen die hier aufgezählten Freveltaten, die Ungerechtigkeiten und die Betrügereien der Bewohner. Die Männer weilten bei den Dirnen; Mutter, Braut und Tochter standen gleich Fallstricken auf den Straßen. Alles war dort dem Tode und seinem Ratgeber, dem Satan, verfallen. Ihre Fürsten waren Verbrecher und ihre Richter Schurken. Die Habgier brannte in ihnen wie Feuer, und ihre Tyrannei wie die Hölle. Ihre Wohnstätten waren ein Abgrund und ihre Behausungen 1 ein Schlund. Der Schuldner war ein Pfuhl, der Schuldherr ein Satan; beide peinigten sich gegenseitig, um einander in die eine [höllische] Pein zu stürzen. Ihre Kinder schwören bei den Namen ihrer Götter. Bei den Heiden war nur ein Teil des Sittenverderbnisses, bei ihnen dagegen neunundneunzig Teile 2. Wer vermöchte die Unmenge ihrer Sünden zu zählen? Ja, die Böcke der linken Seite 3 haben die Zahl ihrer Sünden groß gemacht!

1: nach der Konjektur von Davies; siehe Brockelmann, Lexicon syracum, Berlin 1894, p. 47 r.
2: Die Hebräer waren 99mal so schlecht wie die Heiden.
3: Die Hebräer, welche beim Gerichte auf die linke Seite gestellt zu werden verdienen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger