Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

38.

„Wir gehen“, erklärten sie, „mit dir in dein Land, um davon Nutzen zu ziehen und gute Sitten, Lebensregeln und Lebensart zu lernen. Wir wollen in deinem Lande Rechtschaffenheit lernen, weil darin ein sittenreines Volk wohnt. Wir wollen von ihm Reinheit lernen, weil sich darin ein reines Geschlecht aufhält. Wir wollen von ihm Tugenden lernen, weil darin Tugendhafte weilen. Wir wollen hineingehen und die Trefflichen sehen; wir wollen hineingehen und die Auserwählten sehen; wir wollen hineingehen und das Land sehen, in dem der Glaube herrscht. Wir wollen hineingehen und den Ort sehen, wohin noch kein Götzendienst gedrungen ist. Wir wollen hineingehen, sehen und lobpreisen, weil es dort keine Wahrsagerei gibt. Wir wollen hineingehen und ihre Sabbate sehen, die von aller Schlechtigkeit frei sind. Wir wollen hineingehen und die Beschnittenen sehen, die das Herz mit dem Leibe beschnitten haben. Wir wollen hineingehen und die Heiligen sehen, bei denen kein Unrecht herrscht. Bei dem Volke, das andere zurechtweist, gibt es keine Ausgelassenheit. Wie weit muß doch das Volk, das die Abscheulichen anklagt, von aller Abscheulichkeit entfernt sein! Sie sind anderen zum Spiegel geworden; wie schön müssen also sie selbst sein! Die Fremden haben sie fasten gelehrt; können sie dann Schwelger sein? Anderen lehrten sie die Wahrhaftigkeit; können sie dann Lügner sein? Wenn sie uns wegen unserer Sünden verachten, wer sollte wohl sie verachten? So beraube denn, o Hebräer, unsere Gesellschaft dieser Vorteile nicht! Durch dich sind wir Büßer geworden, durch dich wollen wir auch Gerechte werden. Als Lohn für die Müdigkeit unserer Füße gestatte uns den Eintritt zu deinem Volke! Wir wollen von deinem Lande gute Beispiele für unsere Stadt empfangen und mitnehmen. Wir wollen hineingehen und von dort gute Vorbilder für unsere Stadt mitnehmen. Wir wollen hineingehen und die Jünglinge sehen als Ideale voll edler Zucht. Wir wollen hineingehen und an den Knaben ein Beispiel voll Nutzens nehmen. Wir wollen hineingehen und ihre Könige sehen, damit unser König ihnen nacheifere. Wir wollen auch ihre Richter sehen und unserem Lande ein Muster mitbringen.“

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Bilder Vorlage

Navigation
. . Mehr
. . 29.
. . 30.
. . 31.
. . 32.
. . 33.
. . 34.
. . 35.
. . 36.
. . 37.
. . 38.
. . 39.
. . 40.
. . 41.
. . 42.
. . 43.
. . 44.
. . 45.
. . 46.

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger