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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

33.

Die Stadt hörte dies und brachte wie mit einer Stimme Gott Lobpreis dar dafür, daß er für sie rechtete und für sie eintrat. Gott machte den Jonas aus einem Gegner zum Anwalte; gegen seinen Willen mußte er der Gegenpartei recht geben. Gott ließ seine Worte nicht in Erfüllung gehen, damit die Bewohner der Stadt gerettet würden, Jonas bewirkte deren Buße, und Gott, daß Jonas nicht als Lügner erfunden würde. Die Gerechten ärgern sich nicht über die Bekehrungen der Gottlosen, und auch Jonas war über die Buße der Sünder nicht betrübt. Es war ihm der Gedanke gekommen, wie die Stadt wohl ihre Rettung erfahren solle. Es wäre unschön gewesen, wenn er es ihnen einfach verschwiegen hätte, so daß die Büßer nicht erfahren hätten, wie die Sachen gegangen waren, wie die Gerechtigkeit zürnte, die Buße aber rettete. Jonas hatte gepredigt, um zu verkünden, wie die Gerechtigkeit zürnte; die zugrunde gegangene Staude rief laut, wie die Güte verschonte. Das Volk um Jonas pries Gott mit lauter Stimme wegen alles dessen, was es mit eigenen Ohren gehört und mit eigenen Augen gesehen hatte. Mit den Ohren hörten sie den Gerechten, mit den Augen sahen sie die Staude. In dem Kürbis, der plötzlich aufgeschossen war, erblickten sie ein übernatürliches Zeichen, und durch sein Verdorren lernten sie deutlich die überaus große Barmherzigkeit kennen.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger