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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

32.

Der Hl. Geist antwortete ihm, indem er durch seinen [des Jonas] Mund mit ihm stritt. Seine eigene Zunge bekämpfte ihn an Stelle Gottes. Sie hörten von ihm, wie Gott wegen der Stadt sagte: „O Jonas, wenn du dich wegen dieses armseligen Kürbisses grämst, auf den du keine Mühe verwendet und den du nicht aufgezogen hast, der über Nacht aufschoß und über Nacht verwelkte, kann denn die verdorrte und vernichtete Staude mit der bestehenden Stadt in Vergleich kommen? Die Staude sei dein Lehrer, von dem du Einsicht lernen sollst! An der verachteten Staude mögest du ersehen, welches die Gesinnung des Barmherzigen ist. Du willst den Kürbis verschont haben, ich die Stadt. Die Stadt sollte durch dich zu dieser Stadt der Büßer werden. Du rammtest eine Laube im Boden fest, aber Städte willst du entwurzeln. Eine elende Staude willst du erhalten wissen, aber eine große Steinmasse möchtest du zusammenstürzen sehen. Wo bleibt da dein Gerechtigkeitsgefühl, o Jonas, wenn du Kürbis und Stadt so ungleich behandelst? Gegen eine Laube bist du mitleidig, gegen eine Stadt aber hart. Der Kürbis, der Nahrung gewährt, gilt dir mehr als seine Verzehrer; die dem Verdorren preisgegebene Staude ist dir wertvoller als die Büßer. Die Blätter des Kürbisses achtest du höher als die vernünftigen Menschen, und die Zweige und Blüten der Staude ziehst du den Kleinen und den Kindern vor.“

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger