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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

26.

Groß war dort die Trauer und furchtbar das Leid; denn es war ihnen bestimmt, bei lebendigem Leibe unter die Erde zu sinken. Je näher der Termin heranrückte, desto reichlicher strömten ihre Tränen. Es war, als ob sie schon dahingeschieden wären und nicht mehr in der Welt weilen würden. Es kam der Tag heran, an dem die Stadt zerstört werden sollte; es nahte der Tag, an dem sie vernichtet werden sollte. Darum herrschte in der ganzen Stadt Trauer, Weinen und Wehklagen. Der Staub der Erde ward von den Tränen derer benetzt, welche ihn geformt hatten 1. Die Väter stellten vor ihren Kindern deren Erbgüter auf, um so zugleich die Erben und die Erbschaften zu beweinen. Sie stellten die verlobten Söhne und Töchter der Reihe nach unter Tränen auf. Wer konnte einen so schmerzlichen Anblick überleben? Sie stellten die jungen Ehepaare auf und erregten so deren Klagen und Weinen. Sie stellten Knaben und Mädchen auf, während Wehgeschrei zum Himmel aufstieg. Sie schauten auf die Schönheit der Kleinen und auf die [blühenden] Gestalten ihrer Kinder. Auf der Erde stehend bildeten sie sich ein, sie sei erschüttert. Sie schien wie ein Schiff zu sein, das unter ihnen hin und her schwankte.

1: d. h. die Kinder [die Staubgeborenen] wurden von ihren Eltern beweint.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger