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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

20.

Bei diesem Anblick erfaßte den Jonas Staunen, und er schämte sich über die Söhne seines Volkes. Bei den Niniviten sah er Herrliches, aber über den Samen Abrahams mußte er weinen. Er sah den Samen Kanaans gebessert, den Samen Jakobs aber verschlechtert. Er sah, daß die Unbeschnittenen ihr Herz beschnitten, die Beschnittenen hingegen es verhärteten. Die einst auf die Sabbate stolz waren, verachteten jetzt die Beschneidung und stellten sie zwischen Tod und Leben 1. Der König von Ninive erkannte, daß Sittenlosigkeit die Ursache des Strafgerichts sei; er schnitt also die Ursache des Unheils ab, und sogleich hörten die Stürme auf. Er war der Arzt, der seine Stadt behandeln konnte und wußte, welche Arznei ihr zuträglich war. Durch Fasten, das herrliche Heilmittel, heilte er die Krankheit der Stadt, durch Sack und Asche vertrieb er die Sünde aus ihr. Weil sie die Schulden nachließen, verlieh ihnen der Gütige viele Gnade. Kapital und Zins ließen sie nach, und Stadt und Bezirk wurden gerettet. Jonas trieb die Schulden ein 2, das Fasten ließ die Sünden nach. Die Niniviten traten zusammen und berieten, wie sie ihr Leben retten könnten. Das ganze Volk legte sich Fasten auf, um dadurch Gott zu versöhnen.

1: d. h. ließen die Beschneidung allmählich aussterben, abkommen.
2: Wünschte, daß die Strafe eintreten solle.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger