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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Propheten Jonas und die Busse der Niniviten. (Jonas 3,2. 3.)

19.

Der König stand trauernd da und rüstete sorgfältig die Stadt. Er ordnete seinem Heere Fasten an und gab es ihm als die wahre Rüstung. Er rief seine Soldaten zum Gebete als dem vollkommenen Rettungsmittel. Er pries das Gebet als den Bogen, dessen Pfeile siegreich sind, als die Rüstung, welche die Bedrängten umgibt, als das furchtbare Schwert für die, die es ergreifen. Nachdem der König seine Scharen sorgfältig gerüstet hatte, wandte er sich der Rüstung der Stadt, sowohl der Männer als auch der Weiber, zu, auf daß das ganze Volk ohne Ausnahme für die Rettung kämpfe. Mit seinem Bußkleid hatte er das Beispiel gegeben und rüstete nun auch die Stadt mit Bußgewändern. Er war ein Sohn des Helden Nimrod, er war tapfer und ein Jäger, der aber aufhörte, viele Tiere zu töten, und statt Tiere des Waldes zu töten, vielmehr die Schlechtigkeiten seines Volkes tötete. Statt im Freien zu jagen, reinigte er die Stadt von Vergehen. Er ließ von den Tieren draußen ab und tötete die Bosheiten drinnen. Er verschmähte das Gift des Drachen 1 und versüßte durch Fasten seinen Geist. Anstatt auf seinem Galawagen, durchzog er die Stadt zu Fuß, besuchte das ganze Volk, um es zur Buße zu erwecken. Inkognito ging er umher, um von ihnen die Unreinheit abzuwaschen, Demütig schritt er einher und brachte die erschütterte Stadt wieder in Ordnung. Bei seinem bescheidenen Umherwandeln säte er Frieden zwischen den Gassen aus.

1: d. h. den Wein, vgl. 5 Mos. 32,33.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger