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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Text: „Wehe uns, dass wir gesündigt haben!“ (Klagel. 5,16.)

13.

Meine Lieben! Diese Worte bildeten sich heimlich in meinem Geiste nach der Furcht und nach dem Schrecken, die sich in mir wegen meiner Sünden geregt haben. Mit Recht habe ich die Buße personifiziert und redend eingeführt, um aus meinem schwachen Herzen Schmerz und Entmutigung zu vertreiben. Um allen meinen Sündengenossen Veranlassung des Trostes, der Hoffnung und der Bekehrung zu werden, habe ich dies gesagt, meine Lieben! Gepriesen sei der Allgütige und Huldreiche, der sich über uns freut, wenn wir uns bekehren, und uns freudig ohne Vorwurf aus Liebe aufnimmt! Gepriesen sei der Gnädige, dessen Pforte Guten und Bösen zum Eintritt offen steht und der den Bösen die Türe seiner Gnade nicht verschließt, wenn sie umkehren! Gepriesen sei er, der allen die Möglichkeit gibt, das Reich zu erben: den Gerechten durch ihre Tugenden, den Sündern durch die Buße! Gepriesen sei er, der für die Sünder sich selbst dem Tode und der Schmach hingab und die schimpfliche Kreuzigung erduldete, nur damit die Sünder das Leben erlangen möchten! Gepriesen sei er, der uns aus Gnade erschuf und dann kam, um uns durch sein Kreuz zu erlösen! Er wird wiederkommen und uns am großen Tage seiner Ankunft auferwecken. Mache uns, o Gütiger, durch deine Gnade würdig, daß wir am Tage des Gerichtes deine Barmherzigkeit schauen und dir, o Gott, mit den Gerechten Verherrlichung darbringen in alle Ewigkeit!

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger