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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Text: „Wehe uns, dass wir gesündigt haben!“ (Klagel. 5,16.)

11.

Wenn du auch mit Sündenschuld behaftet einhergehst, so halte dich nur von Missetaten zurück, gehe an seine Pforte, er wird dich hineinlassen. Denke ja nicht, du habest zuviel gefrevelt und werdest nicht aufgenommen, wenn du zurückkehrst, damit du nicht etwa dich dadurch abhalten lassest, Buße zu tun! Schaue nicht auf die Menge deiner geheimen Sünden, damit du nicht vernachlässigest, was dir zum [ewigen] Leben dient! Denn dein Herr kann dich rein machen und von deiner Befleckung weiß waschen. Sollte der Sündenschmutz auch noch so tief in dich eingedrungen sein, wie die Farbe in die Wolle, er macht dich weiß wie Schnee, wie beim Propheten 1 geschrieben steht. O Sünder, laß nur von deinen Missetaten ab und bereue, was du gesündigt hast, dann wird er dich in seiner Erbarmung wieder aufnehmen. Laß deine früheren Makeln und komme zu ihm, dann wird er dich wieder aufnehmen. „Ja“, sagt zu mir die Buße, „ich bürge dir dafür. Tue nur, wie ich dir sage, o Sünder und Unreiner, dann nimmt dich der gütige Herr wieder auf und umarmt dich wie ich. O Sünder, wenn du beweinst und bereust, was du gefrevelt, und ihn gläubig anflehst, dann läßt er dir deine Missetaten nach und ergießt über dich die Fülle seines Erbarmens; denn er dürstet und lechzt nach deiner Umkehr und sähe dich so gerne an seiner Pforte, weil er sich selbst dem Tode und der Schmach für die Bösen und die Sünder überliefert hat.“

1: Is. 1,18.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger