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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über den Text: „alles ist Eitelkeit und Geistesplage!“ (Pred 1,14.)

8.

O Gott, der du durch das Blut, das aus deiner Seite floß, den Höhen und den untersten Tiefen den Frieden gabst, sende deinen Frieden unter die Zürnenden! Der du zwischen den beiden Parteien, den Oberen und den Unteren, Frieden gestiftet hast, versöhne die Entzweiten durch Liebe, und säe deinen Frieden unter sie! O Herr, der du unser Friede bist, wie dein Jünger schrieb 1, dein Friede sei der Hüter der Seelen, die zu dir flehen! „Meinen Frieden gebe ich euch; meinen Frieden hinterlasse ich euch“ 2, sprach der Herr zu seinen Aposteln und fuhr zu seinem Vater auf. Wenn er in großer Herrlichkeit wiederkommt und Schrecken die Schöpfung befällt; wenn die Posaune in der Höhe ruft und die Grundfesten des Erdkreises sich lösen; wenn die mächtigen Felsen sich spalten, alle Gräber sich öffnen und in einem Augenblicke alle Entschlafenen unverwest auferstehen; wenn der Staub Adams gesammelt wird, so daß kein Stäubchen davon zurückbleibt; wenn in großer Angst die Oberen und die Unteren dastehen: dann komme deine Versöhnung, o Herr, uns entgegen, und dein Friede begegne uns!

Dir sei Ehre, über uns aber komme deine Barmherzigkeit, o Gnädiger, o Erbarmungsreicher!

1: Ephes. 2,14.
2: Joh. 14,27.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger