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Ephräm d. Syrer († 373) - Rede über die Gottesfurcht und den jüngsten Tag

9.

Einst wollte Gott die Welten schaffen und ins Dasein rufen. Aus Barmherzigkeit verbarg er sein Feuer. auf daß die Welten davon nicht verbrannt würden. In seiner Güte verhüllte er sein Feuer und in seiner Gnade seine Lohe; denn hätte er sein Feuer nicht verdeckt, so hätten die Geschöpfe nicht bestehen können. In jener Zeit aber, wenn er Himmel und Erde zu richten kommt, läßt er im Zorne sein Feuer ausbrechen, und die Welten können davor nicht bestehen. Die Oberen kosten den Tod und die Unteren den Tod des Todes. Wenn die Guten und Gerechten alle nicht durch die Barmherzigkeit vor dem Feuer des Richters, das Himmel und Erde in Flammen setzt, bewahrt würden, so würden auch sie mit den Sündern von dem Feuer jenes Richters verzehrt werden. Ja, würde sich nicht die Gnade vor die Reihen der Himmlischen hinstellen, so würden sogar sie mit den Bösen durch die Gewalt jenes Brandes vernichtet werden. Wenn also kaum die Gerechten wegen der Furcht vor jenem Gerichte am Leben bleiben, wohin werden dann erst die Gottlosen und Sünder gestürzt werden? Die feurigen Geisterheere flehen nicht für sie, weil sie selbst zitternd und bebend dastehen; denn sie schauen den entflammten Grimm des Richters und verstummen wie Tote. Auch die Heiligen legen keine Fürbitte ein; denn der Rauch seines Zornes steigt empor, und sie erschaudern vor Furcht, mit den Sündern zu verbrennen. Wenn sich der König in seinem Grimm erhebt, um über seinen Hasser Gericht zu halten, so straft sein Grimm mit den Bösen sogar seine Freunde, falls sie für jene eintreten wollten.

 

 

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Vorbemerkung: Rede über die Gottesfurcht und den jüngsten Tag
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger