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Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben
Dritte Rede

9.

Der Satan legte in seinem Neide den Grüblern Streitfragen vor, damit durch die von ihm eingeführten Kontroversen verkehrte Lehren ausgesprochen würden. Nach außen erschienen sie als tugendhaft, während ihr Inneres ganz verdorben ist. Die Einfältigen finden den Sohn, die Gelehrten suchen ihn. Ferne kamen und wurden Jünger; Fremde kamen und wurden Hausgenossen; Auswärtige staunten, daß die Einheimischen noch suchen. Was jetzt am Ende [nach der Einführung des Christentums] vorgeht, gleicht dem, was am Anfang geschah. Die Magier gewahrten in der Ferne den König der in Bethlehem geboren war. Die harmlosen Magier dachten, die Schriftgelehrten und die Hebräer würden den dort geborenen Königssohn auf ihren Händen im Triumphe umhertragen; die Fernen kamen und fanden, daß die Nahen ihn nicht kannten. Der König befand sich unter ihnen, und sie plagten sich mit Nachfragen. Der König war schon tatsächlich geboren, sie aber grübelten noch darüber nach, ob er geboren sei. Die Fremden wunderten sich, daß sie noch in der Schrift über seine Geburt nachforschten. Das Unterpfand [seiner Geburt] war bei den Auswärtigen, die Nachforschung aber bei den Einheimischen. Sein Bote [der Stern] war vor den Fremden, die Unsicherheit über ihn bei den Hausgenossen. Die Magier ließen sich jedoch nicht irre machen durch die, welche ihn suchten; sondern verließen sie und gingen mit ihren Geschenken geraden Weges zu dem Erstgeborenen. Die offenbare Wahrheit war bei den Magiern, das Fragen bei den Pharisäern.

 

 

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Vorwort
Vorbemerkung: Drei Reden über den Glauben
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger