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Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben
Dritte Rede

18.

Doch er, den wir verließen, verläßt uns nicht; er will uns nur züchtigen und dadurch wieder gewinnen. Es erhob sich eine einige Macht und drang auf unsere entzweite Einigung ein. Scharfe Gewalthaber standen auf, räuberische Richter drangen ein. Von der Ferne rückte ein Krieg an, weil mitten unter uns ein großer Krieg war. Bevor die Bogenschützen kamen, waren versteckte Bogenschützen bei uns. Bevor die gezückten Schwerter kamen, waren gezückte Zungen unter uns. Durch den Haß, den in unserer Mitte gespannten Bogen, schleudern wir gespitzte Pfeile. Niemand ist da, der nicht auf den andern schießt; wir schießen alle aufeinander. Der Gerechte 1 führt Übel herbei, um dadurch unseren Übeln ein Ende zu machen. Er führt Bogen herbei, um dadurch den Bogen des Neides zur Ruhe zu bringen. Er schleudert auf uns sichtbare Pfeile, um den verborgenen Pfeilen ein Ende zu machen. Er führt geharnischte Feinde herbei, damit wir unsere Schlechtigkeiten ablegen und infolge des Panzers der Auswärtigen den Panzer der Wahrheit anlegen. Wenn er gezückte Schwerter über uns kommen läßt, so sollen die gezückten Zungen zur Ruhe kommen. Wenn er den Bogen des Assyrers herbeiführt, so soll die Begierde nicht mehr ihre Pfeile abschießen. Durch das Schwirren der Bogensehne draußen soll der Spott drinnen zur Ruhe kommen. Infolge der Furchtbarkeit und Wucht der Elefanten sollen wir uns nicht mehr über Niedrige stolz erheben. Bemühen wir uns doch, Buße und Selbstverleugnung unter uns zu säen, denn von allen Seiten sind innen und außen Kämpfe über uns hereingebrochen.

1: d.h. Gott.

 

 

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Vorwort
Vorbemerkung: Drei Reden über den Glauben
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger