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Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben
Dritte Rede

15.

1 Gebenedeit sei derjenige, der wegen dieser Verkommenheit Drangsale herbeiführte. Er hat offenkundige Räuber herbeigeführt, weil uns Nachbarn im tiefsten Frieden beraubt haben. Er hat den Weg der Irrgläubigen begünstigt, weil die Gelehrten ihn verkehrt haben. Die Irrgläubigen verwüsteten das Heiligtum, weil wir die Lüge mit der Wahrheit verbanden. Weil die Priester einander stießen, darum erhoben die Irrgläubigen das Horn. Welche Rolle wäre für uns groß genug, um darauf die Streitigkeiten zu schreiben? Weil die Brüder sich gegenseitig verfolgten, darum verfolgt nun einer viele 2 Weil wir uns von unserem Helfer abgewendet haben, machte er uns zum Gegenstande des Schimpfes für unsere Nachbarn. Da seine Worte uns gleichsam zum Gespötte geworden sind, so sind auch wir zum Gespötte und zum Gerede geworden. Betrachten wir die Künste und nehmen wir von ihnen ein Beispiel! Wer ausgezeichnet arbeitet, dessen Kunst wird gerühmt; wer aber seine Kunst stümperhaft und schmählich betreibt, der wird auch von allen geschmäht. Der Schöpfer hat also den Künsten die Gerechtigkeit beigesellt, damit auf die Künstler die Unbilden zurückfallen, die sie den Künsten antun. Um so mehr wird bei dem, der der Gerechte ist, das Gebührende besorgt werden. Weil wir unseren Weg verachtet und großer Beschimpfung preisgegeben haben, so hat uns der Herr unsern Nachbarn zum Schimpfe gemacht, so daß wir von ihnen Verhöhnung davontragen. Seht, die Irrgläubigen fragen uns: „Wo ist denn da die Kraft der Wahrheit?“ Also an uns wird jetzt die Kraft geschmäht, die alle Kräfte überwindet! Weil unser freier Wille seine Kraft verbarg und die Wahrheit nicht siegreich verteidigte, so verbarg auch die Wahrheit ihre Kraft, damit die Irrgläubigen uns verhöhnen.

1: Vgl. zum Folgenden die Vorbemerkung.
2: Vgl. 5 Mos. 32,30.

 

 

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Vorwort
Vorbemerkung: Drei Reden über den Glauben
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger