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Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben
Dritte Rede

11.

Wenn das ganze Volk sich bekehrt und in Sack und Asche gefleht hätte, dann hätte der Allerhöchste die Verkehrtheit der Oberhäupter nicht hingehen lassen. Allein der Priester war wie das Volk, und das Volk machte es den Priestern nach 1. Beide Parteien verdienen es, voneinander gequält zu werden. Der nachlässige Lehrer hat unruhige Schüler; sie werden von ihm verdorben, und er wird dafür von ihnen belästigt. Ein ausgezeichnetes Oberhaupt hat dagegen Untergebene, die ihm erquickende Ruhe gewähren. Sie werden von ihm behütet, und er wird hinwiederum von ihnen erfreut. Unsere Vorsteher haben uns vernachlässigt und wir sie. Unsere Leiden kümmern sie nicht, und wir sind gegen die ihrigen gleichgültig. An demselben Körper sind Spaltungen, weil Haupt und Glieder uneins sind. Die Tiere auf den Bergen sind einig, in der Kirche aber sind die Seelen uneinig. Wer fühlt wohl über dieses gemeinsame Leiden Schmerz? Nachdem wir den Weg vollendet haben, kehren wir um, seinen Anfang zu suchen. Wir sind am Ende des Weges angelangt und haben noch nicht begriffen, welches sein Anfang ist. Unsere Reise ist am Ende, und wir suchen noch ihren Anfang. Nachdem wir unter Meistern alt geworden, kommen wir dahin, wieder Schüler zu werden. Nachdem wir das Buch zu Ende gelesen haben, fangen wir an, lesen zu lernen.

1: Os. 4,9.

 

 

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Vorwort
Vorbemerkung: Drei Reden über den Glauben
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger