Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben

Zweite Rede

1.

Gerne möchte ich mich nahen, aber ich fürchte, mich zu entfernen; denn der Verwegene, der sich forschend nähert, entfernt sich sehr weit. Wer sich aber mit Maß nähert, den stößt die Billigkeit nicht zurück. Nähern wir uns also nicht zu sehr, damit wir uns nicht entfernen! Entfernen wir uns nicht, damit wir nicht zugrunde gehen! Nahen wir uns also mit Maß und Zurückhaltung dem unermeßlichen Wesen! Weil langes Gerede darüber nichts nützt, so möge nur Weniges gesagt werden! Wie sollte der armselige Staub imstande sein, von seinem Bildner zu sprechen! Gnade hat den Staub geformt, damit er ein Ebenbild seines Schöpfers sei; die Gerechtigkeit aber soll ihn abschrecken, gegen seinen Schöpfer sich frech zu erheben. Wohl gab der Schöpfer dem Gefäße Verstand, jedoch um sich selbst kennen zu lernen. Nun aber grübelt das Gebilde über den Bildner und tut durch Forschen der Gnade Unrecht. Geben wir daher demjenigen, der mit Maß lernt, gleichsam nach der Wage Gehör! Wir wollen eine Wage aufstellen und nach Gewicht nehmen und geben! Von den Meistern wollen wir darnach nehmen, darnach aber auch den Schülern geben!

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Vorbemerkung: Drei Reden über den Glauben
Bilder Vorlage

Navigation
. Erste Rede
. Zweite Rede
. . 1.
. . 2.
. . 3.
. . 4.
. . 5.
. . 6.
. Dritte Rede

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger