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Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben
Erste Rede

4.

Sein [des Vaters] Glanz ist für seinen Diener zu groß. Die Wächter sind nicht imstande, ihn anzusehen. Davon möge dich Moses überzeugen, der verklärt wurde. Wenn das Volk den Moses, einen Menschen, nicht anzuschauen vermochte 1, wer kann dann das Wesen Gottes schauen? Nur der Eine, der aus ihm ist, vermag ihn anzublicken. Überaus herrlich ist der Glanz des Vaters. Nur der Eine sieht den Einen, nur der Eine vermag den Einen zu schauen, und durch den Einen schauen ihn alle Geschöpfe. Durch seine Güte vergibt er, und durch seine Gerechtigkeit straft er; durch sich vergilt er, und durch sich straft er; denn er selbst ist das Maß seiner Vergeltungen. Durch seinen Zorn geschieht es, wenn er zürnt, und durch seine Milde, wenn er verzeiht. Durch sein Wissen offenbart er, und durch seine Kenntnis belehrt er. Durch sich belehrt er, und durch sich bereichert er. Seine Weisheit ist bei seinen Geschöpfen. Durch sich unterstützt er die Dürftigen mit Gutem aus seinem Schatzhause. Durch sich gibt er seinen Streitern ihre Kronen nach ihrer Auferstehung. Er ist ganz in sich selbst verborgen, wer könnte ihn da ergründen? Die Wächter beten schweigend an, die Seraphe singen laut ihr „Heilig", die Cherube tragen mit Ehrfurcht, die Räder rollen in Lichtglanz. Alle beten von ferne durch den sichtbaren Sohn den verborgenen Vater an.

1: 2 Mos. 34,29 ff.

 

 

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Vorwort
Vorbemerkung: Drei Reden über den Glauben
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger