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Ephräm d. Syrer († 373) - Drei Reden über den Glauben
Erste Rede

18.

Derjenige, nach dessen Höhe du dich ausstreckst, ist nicht bloß um ein geringes höher als du. Soviel der Himmel höher ist als du, ebensoviel höher ist er über dem Himmel. Hundertmal höher als du ist seine Erforschung. Nicht als ob er überhaupt unerkennbar wäre, weil er in unzugänglicher Höhe thront; er ist ja deutlich und klar in seinen Werken erkennbar, mag er auch seinen Geschöpfen verborgen und unsichtbar bleiben. Er ist in allem und zugleich außerhalb allem. So nahe er uns durch seine Huld ist, so ferne ist von uns seine Erforschung. Dies weiß der Verständige, aber von seinem Wesen weiß er nichts. Der Verstand müht sich ab, ihn zu begreifen, erkennt aber nur, daß er existiert. Die Vernunft strengt sich an, ihn zu erfassen; wenn sie glaubt, ihm nahe zu sein, so ist er weit entfernt. Sinne und Gedanken eilen auf ihn zu, erreichen ihn aber nicht Während sie dahinzueilen und ihn zu erreichen wähnen, stehen sie in Wirklichkeit erstaunt und verlegen still.

 

 

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Vorwort
Vorbemerkung: Drei Reden über den Glauben
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger