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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Erklärung des nizänischen Glaubensbekenntnisses

4.

Demnach müssen wir auf solche hören, welche dem rechten Sinn des Glaubens nachforschen nach Maßgabe der heiligen Predigt, wie diejenigen sie uns durch den Heiligen Geist überliefert haben, „die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes geworden sind".1In ihre Fußtapfen zu treten, befleißigten sich unsere berühmten Väter, die da das ehrwürdige und ökumenische Glaubenssymbol aufgestellt haben, als sie seinerzeit zu Nizäa zusammengetreten waren. Christus selbst war Teilnehmer dieser Versammlung, er, der gesagt hat: „Wo immer zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen."2Wie könnte man bezweifeln, daß Christus selbst unsichtbarer Weise Vorsitzender jener heiligen und großen Versammlung war? Mit dem Bekenntnisse des lautern und unverfälschten Glaubens wurde ja für die Menschen auf dem ganzen Erdkreis gleichsam eine Basis und ein unzerstörbares und unerschütterliches Fundament gelegt. Wie soll da Christus fern gewesen sein, da er doch selbst das Fundament ist nach dem Satze des hochweisen Paulus: „Ein anderes Fundament kann niemand legen als das, was schon gelegt ist, nämlich Jesus Christus."3Der von ihnen dargelegte und festgelegte Glaube ist denn auch unverbrüchlich gewahrt worden von den späteren heiligen Vätern und Hirten der Völker und Leuchten der Kirchen und den hervorragendsten Lehrmeistern. Auch finden wir, daß in den Bekenntnissen oder Darlegungen der Väter über den rechten und unverdorbenen Glauben schlechterdings nichts ausgelassen oder übersehen worden ist von allem dem, was dienlich sein kann, sei es zur Überführung oder Widerlegung irgendwelcher Häresie oder gottlosen Frechheit, sei es zur Stärkung und Festigung derer, die den rechten Weg im Glauben wandeln, denen der strahlende Morgenstern aufgegangen und „der Tag angebrochen ist", nach den Schriften,4denen die Gnade der heiligen Taufe das Licht der Wahrheit eingießt.

1: Luk. 1, 2.
2: Matth. 18, 20.
3: 1 Kor. 3, 11.
4: 2 Pelr. 1, 19.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger