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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

29.

Sollten die Verirrten, von dem vorausgegangenen Rausche benebelt, sich auch jetzt noch sträuben, der Wahrheit zuzustimmen, wohlan, so wollen wir ihnen noch jenes Zeugnis vorführen, welchem auch die Juden, die ebenso wie sie dachten und den Herrn für einen bloßen Menschen hielten, nicht mehr zu widersprechen vermochten. Der Herr selbst fragte einst die Pharisäer: „Was dünkt euch von Christus? Wessen Sohn ist er?" Und als sie antworteten „Davids", sprach er zu ihnen: „Wie kann dann David im Geiste ihn Herrn nennen, indem er sagt: Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache! Wenn also David ihn Herrn nennt, wie kann er sein Sohn sein?"1Siehst du, wie er sich unzweideutig als Herrn Davids bezeichnete? Wie nun konnte der, der aus Davids Samen stammt, sein Herr sein und Mitinhaber des Thrones des Vaters, wenn nicht deshalb, weil er Gott war, umkleidet mit dem Menschlichen? Denn den aus der Jungfrau Geborenen, d. h. sich selbst, bezeichnete er als Sohn und als Herrn Davids. Jene aber haben sich auf dieses Zeugnis hin abgewandt und haben aufgehört zu widersprechen, wie der Evangelist erzählt, denn „keiner", sagt er, „wußte ihm ein Wort zu erwidern, und keiner wagte es von dieser Stunde an, ihn noch zu fragen."2

1: Matth. 22, 42—45.
2: Ebd. 22, 46.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger