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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

25.

Auch dies aber muß dem Gesagten noch beigefügt werden, damit nicht jemand wähne, er werde, so wie auch wir, aus Gnade Gott und Herr und Sohn zubenannt. Denn wir, wenn wir auch Götter genannt werden, hören doch auch wieder das Maß unserer Ohnmacht. Denn „Ich sprach", heißt es, „Götter seid ihr und Söhne des Allerhöchsten"; alsbald jedoch wird fortgefahren: „ihr aber werdet wie Menschen sterben";1und es liegt zutage, daß wir die Bezeichnung „Götter" aus Gnade erhalten haben. Er aber nicht so, er hat die Bezeichnung vielmehr in Verbindung mit dem Besitze der göttlichen Herrlichkeit. Deshalb wird er nicht einfach Gott genannt, sondern „Gott über alles" und „gepriesen in alle Ewigkeit".2Ebenso wird er auch Herr genannt, aber nicht bloß so wie wir, sondern „Herr der Herrlichkeit" und „Herr aller", wie Petrus gezeigt hat.3Und wenn er auch Sohn genannt wird, so doch nicht bloß einfach Sohn wie wir, sondern einziger und wahrer Sohn der Wesenheit nach, wie Johannes sagt: „Und wir sind in dem wahren Gott und in seinem Sohne; dieser ist der wahre Gott und ewiges Leben."4Deutlicher noch unterscheidet auch der Apostel Paulus ihn von allen andern als den einzigen und wahren Sohn. Er sagt nämlich also: „Denn wenn es auch im Himmel wie auf Erden sogenannte Götter gibt, wie es denn viele Götter und viele sogenannte Herren gibt", und sodann, damit du es wissest, „so gibt es doch für uns nur einen Gott, den Vater, aus dem alles ist, und einen Herrn Jesus Christus, durch den alles ist."5Siehst du, wie er nicht so wie alle andern Herr oder Gott genannt, sondern als einziger mit dem Vater verherrlicht wird, weil er aus ihm der Natur nach hervorgegangen ist.

1: Ps. 81, 6 f.
2: Röm. 9, 5.
3: Apg. 10, 36.
4: 1 Joh. 5, 20.
5: 1 Kor. 8, 5 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger