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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

24.

Sie sollen aber hier nicht wieder anfangen zu murren und auf das Leiden und die Auferstehung hinzuweisen und auf den Satz, daß Gott ihn auferweckt hat. Denn im Vorhergehenden ist die Lehre von der Menschwerdung bereits erwiesen worden. Wollen sie indessen noch deutlicher hören, wer der Gekreuzigte war, so mögen sie auf die Stimme des Lehrers des Erdkreises achten, der an die Korinther schreibt: „Ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch auch überliefert habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er verraten wurde, Brot nahm"1usw. Siehst du, wie der, der für uns gelitten hat, deutlich als Herr verkündet wird? Wenn aber der Satz „Gott hat ihn von den Toten auferweckt"2den Menschen Anstoß bereitet, als ob er von einem Menschen spreche, so sollen sie hören, wie der Apostel selbst auch diesen Argwohn zunichte macht. Denn solche Wendungen werden in den heiligen Schriften in Übereinstimmung mit der Lehre von der Menschwerdung gebraucht. Daß aber der, der im Fleische litt und auferstand, Herr war und nicht, wie sie behaupten, ein Mensch, der das Wort in sich wohnen hatte, das mögen sie von Paulus hören, der den Römern über Abraham ausdrücklich schreibt: „Es ist aber nicht bloß um seinetwillen geschrieben [daß ihm der Glaube zur Gerechtigkeit angerechnet worden], sondern auch um unsertwillen, denen er angerechnet werden soll, indem wir an denjenigen glauben, der Jesus unsern Herrn von den Toten auf erweckt hat."3Hast du gehört, wie der, der auf erweckt worden, als Herr bezeichnet wird? Nimm also keinen Anstoß mehr an Äußerungen, die mit der Lehre von der Menschwerdung übereinstimmen!

1: 1 Kor. 11, 23.
2: Apg. 2. 24.
3: Röm. 4, 23 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger