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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

21.

Siehe die Klugheit des Apostels! „Jesus von Nazareth", sagte er, „einen Mann, der von Gott bei euch beglaubigt worden durch Machterweise und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte gewirkt hat."1Er sei, sagt er, ein von Gott beglaubigter Mann, und Gott habe dies durch ihn gewirkt, um sie durch die Nennung des Vaters bereitwilliger zu machen, auch Jesus selbst und seine Werke anzunehmen, weil er, der Vater nämlich, durch ihn dies wirkte; denn er sagt: „die Gott durch ihn gewirkt hat". Nachdem er sodann des Kreuzes Erwähnung getan, gedenkt er auch der Auferstehung und bezeichnet sie wiederum als ein Werk des Vaters, um ihnen dadurch auch diese wieder annehmbar zu machen; und schließlich trägt er ihnen gleichsam verhüllt die Lehre von seiner Gottheit vor. Er sagt nämlich: „welchen Gott nach Lösung der Schmerzen des Todes auferweckt hat", und fügt bei, „weil es nicht möglich war, daß er von denselben festgehalten wurde".2Hier spricht er schon nicht mehr von jemandem, der ein Mensch ist; denn wäre er ein Mensch gewesen, so hätte er jedenfalls auch von dem Tode festgehalten werden können. Sobald er aber so gesprochen, nimmt er schnell zu einem prophetischen Zeugnisse seine Zuflucht, damit sie gewissermaßen nicht mehr ihn, sondern den Propheten reden hörten und umso willfähriger das Gesagte annähmen. Deshalb fährt er fort: „Denn David sagt von ihm: Ich sah den Herrn allezeit vor mir"3und so weiter. Sieh, mit welcher Kunst er ihnen die Lehre vom Herrn vortrug! Als er dann mit diesem Zeugnisse fertig war, läßt er ihr Denken gleichsam wieder heruntergehen, nachdem er ihn ziemlich deutlich als Gott bezeichnet hat, und eilt wieder zur Nennung des Vaters, indem er spricht: „Das ganze Haus Israel soll also sicher wissen, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat."4Und als sie darauf fragten, was sie denn tun sollten, befahl er ihnen, sich taufen zu lassen auf seinen Namen und dadurch Nachlassung der Sünden zu erlangen. Durch den Hinweis auf die Nachlassung der Sünden zeigt er ihnen, daß er Herr ist, und durch die Worte „Gott hat ihn dazu gemacht" schließt er einen Widerspruch von ihrer Seite aus.

1: Apg. 2, 22.
2: Ebd, 2, 24.
3: Apg. 2, 25.
4: Ebd. 2, 36.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger