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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

20.

Glaube niemand, er habe auch damals von einem Menschen sprechen können, als er sagte: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes", wie auch die Heiligen Söhne Gottes genannt werden. Denn er hat nicht einfach gesagt: Du bist Sohn Gottes, sondern: Du bist der Sohn Gottes, und durch die Beifügung des Artikels hat er ihn als den einen und einzigen wahren Sohn gekennzeichnet. Der selige Petrus selbst aber würde dem Einwände etwa mit folgenden Worten begegnen: Wähnt nicht, ich hätte gesagt, Christus sei ein Mensch wie wir! So meine ich es nicht. Etwas Wunderbares und kaum Glaubliches habe ich darzustellen. Und was ist dies? Unter dem Eindruck des Getöses, welches die Herabkunft des Geistes begleitete, war das Volk der Juden bei uns zusammengeströmt,1und da glaubte ich die Gelegenheit gekommen, Menschen zu fischen. Ich konnte aber nicht offen und gerade heraus Christus als Gott verkünden, weil sie ihn erst vor kurzem gekreuzigt hatten und es ihnen deshalb schwer gefallen wäre, mir zu glauben. Darum verberge ich den Angelhaken der Rede wie bei den Fischen den Köder in diesen schlichteren Ausdrücken und nenne ihn Jesus von Nazareth und den Gekreuzigten und sage, daß Gott ihn auferweckt hat von den Toten; und so verhüllt trage ich auch die Lehre von seiner Gottheit vor, und zwar mit einer gewissen Kunst, Ich erinnere sie nämlich an die Aussprüche Davids, weil sie diese eher, ohne Verdacht zu schöpfen, annehmen; und durch diese Aussprüche hinwieder schreibe ich alles der Macht Gottes zu, damit ich sie so geneigt mache, bald auch die Heilsbotschaft anzunehmen. Ist dies geschehen und sind sie zur Zerknirschung gelangt, dann werde ich ihnen deutlicher Christus als Gott verkünden und die Taufe auf seinen Namen verordnen, indem ich lehre, daß diese ihnen Nachlassung der Sünden gewähren kann.

1: Vgl. Apg. 2, 6 ff.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger