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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

15.

Da sich dies so verhält, wohlan, so wollen wir auch das Herrenwort zur Sprache bringen, auf welches sie sich mit Vorliebe und mit besonderer Keckheit berufen, indem sie behaupten, er selbst habe sich in den evangelischen Berichten als Menschen bekannt, da er sagte: „Was sucht ihr mich zu töten, einen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe?"1Wenn man aber wahrheitsliebend die evangelische Stelle, an der der Herr dies gesagt, ins Auge faßt, so wird man ihr trügerisches Vorgeben entschieden verurteilen und sie mit Fug und Recht Verdreher und Verleumder heißen. Denn vor jenem Worte hat er so vieles gesagt, um sich als Gott und Gottes Sohn zu kennzeichnen, daß auch die damaligen Juden, deren Geistesauge ja doch erblindet war, hauptsächlich dieser Äußerungen wegen ihn töten wollten. Dies alles aber übergehen sie mit Stillschweigen und greifen das angeführte Wort heraus, ähnlich wie die Pharisäer es damals machten, die den Lehrvorträgen des Heilandes zuhörten, nicht weil sie willens gewesen wären zu glauben und sich belehren zu lassen, sondern in der Absicht, irgend etwas aus seinem Munde zu erhäschen, wie der Evangelist erzählt.2So pflegen diese jetzt die göttlichen Schriften zu lesen oder vielmehr zu durchsuchen, um Gelegenheit zu einer Anklage gegen den zu finden, der sein Leben für sie geopfert hat.

1: Joh. 8, 40.
2: Luk. 11, 54.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger