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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Gegen diejenigen, welche nicht zugeben wollen, dass die heilige Jungfrau Gottesgebärerin ist (Adversus nolentes confiteri sanctam virginem esse Deiparam)

10.

Da also klar erwiesen worden, daß der, der aus der Jungfrau hervorgegangen, nicht ein Mensch ist, wie sie wähnen, sondern das menschgewordene ewige Wort Gottes, so sollen die Verirrten in sich gehen und von dem jüdischen Unverstande ablassen. Denn „wenn sie sich nicht bekehren, wird der Herr sein Schwert gegen sie funkeln lassen".1Denn daß er ihre Lästerungen nicht für immer ertragen wird und nur aus Langmut sie jetzt noch erträgt, höre, was er durch den seligen Propheten sagt, um die Rache anzukündigen, die nach langer Geduld gegen die in der Bosheit Beharrenden losbrechen wird: „Ich habe geschwiegen", sagt er, „aber werde ich immer schweigen und ertragen? Ich habe ausgehalten wie eine Gebärende, ich werde Wandel schaffen und vertrocknen lassen allzumal und verwüsten Berge und Hügel und all ihr Gras vertrocknen lassen und Flüsse zu Inseln machen und Seen vertrocknen lassen."2Und ebenso lehrt auch der göttliche Hymnendichter einen schnellen Untergang der Gottlosen, auch wenn sie dank der Langmut Gottes für kurze Zeit zur Macht gelangt sind. Denn [er sagt]: „Ich sah den Gottlosen aufgerichtet und erhöht wie die Zedern des Libanon, und ich ging vorüber, und siehe, er war nicht mehr, und ich suchte ihn, aber er war nicht mehr zu finden."3

1: Ps. 7, 13.
2: Is. 42, 14 f.
3: Ps. 36, 35 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger