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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Über Den Rechten Glauben an den Kaiser (De recta fide ad imperatorem)

40.

Auch anderswo siehst du die Geistesträger in demselben Gedankenkreise sich bewegen. Johannes sagt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden, und ohne dasselbe ist nichts geworden,“1Paulus hinwieder sagt: „Es ist ein Gott Vater, aus dem alles, und ein Herr Jesus Christus, durch den alles ist.“2Wenn jedoch nach der Einigung des Wortes mit dem Fleische eine Zweiteilung vorzunehmen und die Einheit des Sohnes gemäß der Ansicht gewisser Leute in zwei verschiedene Personen zu zerreißen wäre, wie könnte dann alles durch Jesus Christus erschaffen worden sein? Es ist aber alles durch ihn erschaffen worden. Demnach ist dem aus dem Vater stammenden Worte das, was ihm von Natur aus und als Eigenbesitz zukam, offenbar auch gewahrt geblieben, als es Mensch ward. Eine Trennung zu wagen, ist also sehr gefährlich. Denn es ist ein Herr Jesus Christus, und durch ihn hat der Vater alles erschaffen. Auch er ist mithin Schöpfer als Gott und lebenspendend als Leben, ein Mittleres, welches menschliche Eigentümlichkeiten mit den übermenschlichen vereinigt. Deshalb ist er ja „der Mittler zwischen Gott und den Menschen" nach den Schriften,3von Natur Gott, aber nicht ohne das Fleisch, und in Wahrheit Mensch, aber nicht bloßer Mensch wie wir, weil er bei der Fleischwerdung blieb, was er war. Denn es steht geschrieben: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in alle Ewigkeit.“4

1: Joh. 1, 1—3.
2: 1 Kor. 8, 6.
3: 1 Tim. 2, 5.
4: Hebr. 13, 8.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger