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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Über Den Rechten Glauben an den Kaiser (De recta fide ad imperatorem)

35.

Der weise Johannes hat uns auch irgendwo geschrieben: „Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor seinen Jüngern gewirkt, die nicht in diesem Buche geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes, ist, und damit ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen."1Nicht weniger aber muß man auch den göttlichen Petrus bewundern, der klar und deutlich zu den Juden sprach: „Vorsteher des Volkes und Älteste, wenn wir heute zur Rede gestellt werden über die einem kranken Menschen erwiesene Wohltat, durch wen er gesund geworden sei, so soll euch allen und dem ganzen Volke Israel bekannt sein, daß er im Namen Jesu Christi des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, daß er in diesem Namen gesund vor euch steht."2Und weiterhin wieder: „Und in keinem andern ist das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir gerettet werden müßten."3— Wer ist nun der, der sich dem Tode unterzogen und in Herrlichkeit auferweckt worden und aus Nazareth gekommen, wenn nicht Christus Jesus, das heißt der, der vor aller Zeit aus Gott dem Vater auf unaussprechliche Weise gezeugt, in der letzten, dem Ende zugehenden Weltzeit aber auch körperlich aus dem Weibe geboren worden? Wer also den Glauben an ihn annimmt, wird, das herrliche Ehrengeschenk erhalten, wird nämlich Sohn Gottes genannt werden. Denn „allen, welche ihn aufnahmen, gab er die Gewalt, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Geblüte und nicht aus Fleischeswillen und nicht aus Manneswillen, sondern aus Gott geboren sind".4Zu dem Zwecke nämlich, derjenige zu werden, „der unter allen den Vorrang hat", wie geschrieben steht,5ist er aus dem Weibe geboren worden.

1: Ebd. 20, 30 f.
2: Apg. 4, 8—10.
3: Ebd. 4, 12.
4: Joh. 1, 12 f.
5: Kol. 1, 18.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger