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Cyrillus von Alexandrien († 444) - Über Den Rechten Glauben an den Kaiser (De recta fide ad imperatorem)

24.

Der Eingeborene also, der den Schriften zufolge Gott ist und Herr aller Dinge, hat sich uns geoffenbart. Er „erschien auf Erden"1und leuchtete den im Finstern Sitzenden auf, indem er Mensch ward, nicht zum Scheine — Wahn ist es, so zu denken oder zu sprechen —, auch nicht so, daß er durch Veränderung oder Verwandlung zu Fleisch geworden wäre — denn das gottentstammte Wort ist unveränderlich und bleibt stets in einem und demselben Zustande —, auch nicht so, wie wenn er selbst erst gleichzeitig mit dem Fleische zu sein begonnen hätte — denn er ist der Schöpfer der Zeiten —, auch nicht so, wie wenn er als unpersönliches Wort oder als bloße Rede in dem Menschen gewesen wäre — denn der, der einst das Nichtseiende ins Dasein rief, hat notwendig vorher selbst schon existiert, denn er ist das Leben, entsprungen aus dem Leben Gottes des Vaters, der anerkanntermaßen eine eigene Person ist. Er hat aber auch nicht bloßes Fleisch angelegt ohne vernünftige Seele, denn er ist in Wahrheit aus dem Weibe geboren worden und als Mensch erschienen, er, der lebendige und wahrhaft seiende und Gott dem Vater gleichewige Gott das Wort, der „Knechtsgestalt angenommen“;2und wie vollkommener Gott, so ist er auch vollkommener Mensch, nicht nur aus Gottheit und Fleisch zu einem Christus und Herrn und Sohn zusammengesetzt, sondern aus zwei vollkommenen Wesenheiten, Menschheit nämlich und Gottheit, zu Einem und demselben in wunderbarer Weise vereint.

1: Baruch 3, 38.
2: Phil. 2, 7.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger