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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Viertes Buch
XXV. Kapitel

158.

1. Daher sind nur diejenigen, die ein reines Leben führen, in Wahrheit Priester Gottes. Deshalb wurden, obwohl alle Stämme beschnitten wurden, für die heiligsten doch die gehalten, deren Glieder zu Hohenpriestern und Königen und Propheten gesalbt wurden.1

2. Deshalb verbietet Gott ihnen, Tote zu berühren oder das Haus eines Verstorbenen zu betreten,2 nicht als ob der Leib an und für sich unrein wäre, sondern wegen der Vorstellung, daß Sünde und Ungehorsam etwas Fleischliches und an den Körper Gebundenes und etwas Totes und deshalb [S. 107] Verabscheuenswertes ist.

3. Es ist also dem Priester nur erlaubt, das Haus, in dem ein Toter liegt, zu betreten, wenn es sich um den Vater oder die Mutter, einen Sohn oder ein Tochter handelt;3 denn nur diese sind leibliche und Blutsverwandte, von denen auch der Priester den unmittelbaren Anlaß zum Eintritt in das Leben erhielt.

4. Aber auch dann ist für den Priester eine siebentägige Reinigung nötig,4 entsprechend der Zeit, in der die Schöpfung vollendet wurde. Denn am siebenten Tag wird die Zeit der Ruhe feierlich begangen, und am achten Tag bringt der Priester ein Sühnopfer dar,5 wie im Ezechiel geschrieben steht, und entsprechend diesem Sühnopfer können sie die Verheißung empfangen.

1: Die Parallelstelle Strom. V 40,4 zeigt, daß hier statt (xxx) (die salbten) zu lesen ist (xxx) (die gesalbt wurden).
2: Vgl. Ez 44,25.
3: Vgl. Ez 44,25.
4: Vgl. ebd. 44,26.
5: Vgl. ebd. 44,27.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger