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, Vorbemerkung. In: Des heiligen Epiphanius von Salamis Erzbischofs und Kirchenlehrers ausgewählte Schriften / aus dem Griechischen übers. von Josef Hörmann. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 38) Kempten; München : J. Kösel, 1919.
Vorbemerkung

Vorbemerkung.

Epiphanius freut sich des, wie er meint, unverdient ehrenvollen Auftrages, der ihn darlegen heißt: Die Fundamentalwahrheiten unseres Glaubens von Gott dem Vater, dem Sohne und dem Hl. Geiste, von unserer Erlösung durch Christus, der Auferstehung der Toten, der Menschwerdung, von dem Alten und Neuen Bunde und den übrigen Stücken unseres beseligenden Glaubens [c. 1]. Von c. 2—75 verteidigt und erklärt der „Patriarch der Orthodoxie" die Lehre von der allerheiligsten Dreifaltigkeit gegen die Arianer und Pneumatomachen, indem er die Gottheit des Sohnes und des Hl. Geistes gegenüber den gegnerischen Einwänden darstellt. Die kirchliche Dreieinigkeitslehre beweist u. a. die Taufformel [c. 8], der dreifache Heiligruf der Engel [c. 10—26], der Lobgesang der drei Männer im Feuerofen [c. 23—25], die Aufforderung des Vaters: Lasset uns den Menschen machen [c. 28] und ungezählte andere Stellen der Hl. Schrift. Sowohl der Geist [c. 5. 7] als auch der Sohn ist wahrer Gott [c. 45—63]. Dieses, meint Epiphanius [c. 64], könnte vom Vater und Sohne und Hl. Geiste genügen, nun wolle er noch die Gleichwesenheit der beiden zeigen, und zwar aus den Propheten und der Erscheinung und Liebe des Erlösers. Der Sohn ist gleichwesentlich [c. 65—71], der Geist gleichen Wesens [c. 72—74]. Unter den Einwürfen gegen alle diese Lehren, deren Epiphanius eine große Zahl abtut, sei hervorgehoben, daß der Geist zwar die Tiefen der Gottheit erforsche, aber nicht begreife [c. 15. 17. 19—21]; daß „niemand gut sei" [c. 18]; daß der Sohn spreche: „Mein Gott" [c. 29], daß er „weine" [c. 31], menschlichen Schwachheiten unterworfen sei [c. 33. 38. 39]; daß direkte Aussprüche der Schrift das Gegenteil bewiesen [c. 16. 31. 32. 41—45]. Auch die verfängliche Frage der Arianer, ob der Vater den Sohn mit Willen oder ohne Willen gezeugt habe, wird entsprechend beantwortet [c. 52]. Eingestreut in diesen ersten Abschnitt sind mehrere Digressionen;so werden [c. 12.13] alle achtzig Häresien aufgezählt, [c. 14] die schismatischen Meletianer und Audianer erwähnt, [c. 39] Saras Frauentugend umständlich erörtert; c. 53. 54 wird ein Traktat eingeschachtelt, in welcher Form die Propheten Gott gesehen haben können, c. 55—57 über das Ebenbild Gottes in uns, c. 54. 58. 61. 62 wird über die wirkliche Existenz des Paradieses gegen die verflüchtigenden Allegorien des Origenes gehandelt. Hat Epiphanius schon [c. 27—38] über die wahrhafte Menschwerdung des Sohnes Gottes geschrieben, so beweist er diese Glaubenslehre nochmals ex professo besonders gegen Apollinaris [c. 75—82], daß nämlich Christus wahrer Mensch mit Leib und Seele gewesen, beide Naturen in ihm, aber unvermischt verbunden seien, wogegen die Irrlehrer mit Unrecht Is. 42, 1 anführen. Mit c. 82 wird übergegangen zur Lehre von der Auferstehung des Fleisches. Diese leugnen die Heiden, sie leugnen die Ketzer. Aber die Heiden sollten beachten die Analogien in der Natur, wo Auferstehung und Wiedergeburt gewöhnliche Dinge sind [c. 83—84], sollten sich belehren lassen durch ihre mythologischen Erzählungen [c. 85] und bedenken, was alles in dem Gebrauche, Speisen vor die Gräber zu stellen und die Toten herauszurufen, den sie doch so gerne pflegen, liege [c. 86]. Die Ketzer aber [gemeint sind die Origenisten] möchten doch Gründen der Vernunft zugänglich sein [c. 87], aus dem Gesichte des Ezechiel lernen [c. 88], durch die klaren Aussprüche der Hl. Schrift und die wirkliche Auferstehung Christi eines Besseren sich belehren lassen [c. 89—100]. Genug von der wichtigen Hoffnung der Auferstehung; Gott möge die Ungläubigen erleuchten und sie durch den Glauben der Guten und ihre Standhafügkeit in Verfolgungen zum rechten Glauben bringen. So können alle Gläubigen mitwirken zur Bekehrung der Heiden [c. 100—109]. Ungebührlich ist die Ansicht der Manichäer und Marcioniten betreffs des alttestamentlichen Gottes, unentschuldbar der Unglaube der Juden an den menschgewordenen Gottessohn. Nach einer kurzen Beleuchtung und Verurteilung der Lehre des Sabellius kommt Epiphanius nochmals auf die Arianer und Pneumatomachen zurück und schließt endlich mit einer herzlichen und dringenden Mahnung, den Glauben treu zu bewahren und fortzupflanzen, wozu er ein zweifaches Glaubenssymbol mitteilt [c. 109—120].

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis

Einleitung zu:
Anakephalaiosis (Auszug aus dem Panarion) (Epiphanius v. Salamis († 403))
Der Festgeankerte (Ancoratus) (Epiphanius v. Salamis († 403))
Gegen die Antidikomarianiten (Panarion Haer. 78.) (Epiphanius v. Salamis († 403))

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger