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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Neuntes Buch

29. Auflösung des Einwandes.

Doch damit man zu der Erkenntnis komme, daß er durch eben dieses Wort durchaus nicht in zweideutiger Weise sich in dem Wesen des einen wahren Gottes als wahren Gott bekannt habe, deswegen soll die Darlegung unserer Erwiderung von den vorhergehenden Worten ausgehen, die mit diesem aber doch zusammenhängen und verbunden sind; durch das stufenweise Aufsteigen im Nachweis des Glaubens soll das Vertrauen unserer Freiheit auf der höchsten Stufe Christi, des wahren Gottes, Ruhe finden.

Mit seinem geheimnisvollen Wort hatte er also gesagt: „Wer mich gesehen hat, der hat auch den Vater gesehen”, und: „Ihr glaubt mir nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch spreche, die spreche ich nicht von mir aus; sondern der Vater, der immer in mir ist, der vollzieht seine Werke. Glaubt mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist, wenn aber nicht, so glaubt wenigstens wegen meiner Werke.”1 Also nach dieser vielfachen Bekundung der überwältigenden Geheimnisse folgt als Antwort der Jünger dieses Wort: „Jetzt also wissen wir, daß du alles weißt und es nicht notwendig hast, von jemandem gefragt zu werden; um deswillen glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist.”2 Durch seine Taten als [S. 99] eines Gottes haben sie auch sein Wesen als eines Gottes erkannt; denn alles zu wissen und die Gedanken der Herzen zu kennen, das kommt nicht so fast einem Gesandten Gottes zu als vielmehr einem Sohn. Deswegen also gestehen sie ihren Glauben an seinen Ausgang aus Gott, weil in ihm die Macht göttlichen Wesens sei.

1: Joh. 14, 9―12.
2: Joh. 16, 30.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger