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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Achtes Buch

21. Gott und Christus kommt ein Geist zu.

[S. 29] Jener möge nämlich gemäß der Wahrheitserkenntnis sprechen, der das Gefäß der Erwählung1 und der Lehrer der Völker2 ist, (sprechen) nach dem zuvor gelobten Glauben des römischen Volkes.3 Er wollte nämlich die Einheit des Wesens in Vater und Sohn lehren und sagt deswegen: „Ihr seid aber nicht im Fleisch, sondern im Geist, wenn anders Gottes Geist in euch ist. Wenn aber jemand den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm. Wenn aber Christus in euch ist, dann ist der Leib zwar durch die Sünde gestorben, der Geist aber ist Leben durch die Gerechtigkeit. Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Christus von den Toten auferweckt hat, der wird auch eure sterblichen Leiber wegen seines Geistes zum Leben erwecken, der in euch ist.”4

Geistig sind wir alle, wenn Gottes Geist in uns ist. Aber dieser Geist Gottes ist auch der Geist Christi. Wenn es auch Christi Geist ist, der in uns ist, dann ist dennoch dessen Geist in uns, der Christus von den Toten auferweckt hat;5 und wer Christus von den Toten auferweckt hat, wird auch unsere sterblichen Leiber wegen seines Geistes zum Leben erwecken, der in uns wohnt. Wir werden also wegen des in uns wohnenden Geistes Christi zum Leben erweckt, durch den, der Christus von den Toten auferweckt hat. Und wenn auch dessen Geist uns innewohnt, der Christus von den Toten auferweckt hat, so ist dennoch der Geist Christi in uns; und dennoch wiederum ist es nicht der Fall, daß es nicht der Geist Gottes ist, der in uns ist.

Trenne also,6 Irrlehrer, den Geist Christi vom Geist Gottes, und den Geist Christi, der von den Toten auferweckt wurde, von dem Geist Gottes, der Christus von den Toten erweckte! Denn der uns innenwohnende Geist Christi ist Gottes Geist; und der Geist Christi, [S. 30] der (= Christus) von den Toten erweckt wurde, ist zugleich der Geist Gottes, der Christus von den Toten erweckte.

1: Apg. 9, 15.
2: 1 Tim. 2, 7.
3: Röm. 1, 8.
4: Röm. 8, 9―11.
5: der Vater.
6: ironisch.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger