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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Achtes Buch

18. Die Einheit von Vater und Sohn wird in der Schrift ausdrücklich gelehrt.

Wir haben nur deswegen eine Erwiderung auf die Torheit der Wahnwitzigen gegeben, um ihre leere [S. 25] Lügenlehre aufzuzeigen, damit sie nicht Unkundige durch den Irrtum ihrer sinnlosen und lächerlichen Lehre in Täuschung führen könnten. Im übrigen bedurfte der Glaube der Evangelien nicht der Notwendigkeit unserer Antwort. Unsere Einheit mit Gott hat der Herr für uns erfleht; die seine aber behält er, und er bleibt in ihr. Sie (Vater und Sohn) sind auch nicht durch die geheimnisvolle Fügung (der Menschwerdung) eins, sondern durch die wesensmäßige Geburt, da in Gott nichts dadurch gemindert wurde, daß er ihn aus sich zeugte.

Eins sind sie, weil auch nicht aus der Hand des Vaters geraubt wird, was nicht aus seiner Hand geraubt wird;1 da mit der Erkenntnis seiner (Christi) auch der Vater erkannt ist; da, wer ihn sieht, (auch) den Vater sieht; da, was er spricht, der in ihm seiende Vater spricht; da in seinem Wirken der Vater wirkt; da er im Vater und der Vater in ihm ist.2

Das leistet keine Geschöpflichkeit, sondern nur eine Geburt; das wirkt kein Wollen, sondern eine Macht; so spricht nicht Gleichgesinntheit, sondern das (gleiche) Wesen. Denn Erschaffung und Geborenwerden ist nicht das nämliche; noch auch ist Wollen dasselbe wie das Können; und endlich nicht das Zusammenstimmen der Gesinnung das gleiche wie das (Ineinander-) bleiben.

1: Joh. 10, 28.
2: Joh. 14, 7. 9―11.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger