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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Sechstes Buch

22. Wenn Christus wahrer Sohn ist, dann auch wahrer Gott. Daß er in Wahrheit Gottes Sohn ist, weiß man aus vielen Quellen.

Doch mit dem verwegenen Sprechen soll es ein Ende haben; wohin es wegen der Notwendigkeit vorgestoßen [S. 289] war, um die Torheit der Irrlehrer aufzuweisen, von daher soll es zurückkehren, um nunmehr dazu zu dienen, von der vernünftigen Lehre Rechenschaft zu geben, damit diejenigen, die auch jetzt noch des Heiles teilhaftig werden können, den Weg zur Lehre der Evangelien und Apostel finden können und erkennen, daß der Sohn Gottes dies in Wahrheit sei, nicht durch Kindschaftsannahme, sondern aus seinem Wesen heraus.

Denn füglich ist dies die Ordnung unserer Erwiderung, daß wir zuerst lehren, es gebe einen Sohn Gottes, daß in ihm uneingeschränkt das Wesen der Gottheit sei, wodurch er Sohn ist. Denn darum bemüht sich ja am meisten die Irrlehre, von der wir jetzt handeln, (nachzuweisen,) daß unser Herr Jesus Christus als Gottes Sohn nicht in Wahrheit wahrer Gott sei. Daß der eingeborene Gott, unser Herr Jesus Christus, in Wahrheit Gottes Sohn sei und daß (entsprechend) auch gelehrt werde, das ist aus vielen Quellen bekannt; denn Zeugnis gibt von ihm der Vater, Kunde gibt er von sich selbst; es ist die Lehre der Apostel, der Glaube der Rechtgläubigen, das Bekenntnis der Dämonen, die Leugnung der Juden, die Erkenntnis der Heiden beim Leiden (des Herrn).

Denn das entstammt nicht (bloß) aus der Gemeinsamkeit des Namens, was auf Grund des Glaubens über die Eigentümlichkeit (der göttlichen Personen) ausgesagt wird. Da (vielmehr) alle Taten und Worte des Herrn Jesus über alles Tun und Sprechen derer hinausgehen, die (auch) Söhne (Gottes) genannt werden, so soll durch alles das, was vorzügliche Eigenart Christi ist, das vor allem als Wirklichkeit gelehrt werden, daß er Sohn Gottes ist; ihm kommt nicht der Name Sohn auf Grund des allgemeinen weiteren Sinnes zu.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger