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Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)
Sechstes Buch

21. Sein unerschütterlicher Glaube an die Gleichheit des Sohnes mit dem Vater; Grund dafür.

Von diesen bin ich (in dem) belehrt, was ich (als meinen Glauben) festhalte; mit diesen bin ich unheilbar durchtränkt. Vergib mir, allmächtiger Gott, daß ich mich davon nicht frei machen, daß ich damit sterben kann! Allmählich (erst) hat mir der Lebensraum dieser [S. 288] unserer heutigen Zeit diese, wie ich glaube, ganz gottlosen Lehrer hervorgebracht. Zu spät hat mein Glaube, den du gebildet hast, diese zu Meistern gewonnen. Ohne sie gehört zu haben, habe ich so dir meinen Glauben geschenkt, so durch dich die Wiedergeburt erlangt; und so bin ich darum dein.

Um deine Allmacht weiß ich; und ich erwarte auch nicht eine völlige Einsicht der unsagbaren Geburt, die nur du und dein Eingeborener bewußt erfaßt. Denn nichts ist dir unmöglich,1 und ich zweifle nicht daran, daß der Sohn von dir in der Kraft deiner Allmacht gezeugt wurde. Denn schon durch den bloßen Zweifel würde ich deine Allmacht bestreiten.

Dein Gut-sein habe ich auch aus meiner Geburt erfahren, und deswegen glaube ich fest, daß du nicht neidisch bist auf deine Güter, die du in der Geburt deines Eingeborenen mitteiltest. Denn ich glaube daran, daß das Deinige auch sein, und das Seinige auch dein ist.2

Von deiner Weisheit hat mir auch die Schöpfung dieser Welt gekündet; und ich bin dessen sicher, daß du deine Weisheit aus dir heraus gezeugt hast, und zwar nicht in Unähnlichkeit.

In Wahrheit bist du mir auch nur ein Gott; vielmehr will ich glauben, daß in demjenigen, der aus deiner Göttlichkeit sein Dasein hat, nichts Andersartiges ist, als was eben dein ist.

Darüber halte Gericht über mich, ob ich deswegen einen Vorwurf verdiene, daß ich allzu sehr, durch deinen Sohn veranlaßt, dem Gesetz und den Propheten und den Aposteln geglaubt habe.

1: Vgl. Luk. 1, 37.
2: Vgl. Joh. 17, 10.

 

 

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Einleitung zu: Des heiligen Bischofs Hilarius von Poitiers zwölf Bücher über die Dreieinigkeit
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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger